Posts tagged: Reformation

Konfessionsware

By , 22/10/2013 17:35

In der aktuellen Ausgabe einer Wochenzeitschrift aus dem schmalen Angebot der reformierten Presse, der – eben – “Reformierten Presse” (Nr. 42, 18.10.2013), findet sich auch ein Artikel über den Internationalen Kongress zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017, der Anfang Oktober in Zürich stattfand. [1]

In dem Bericht ist u.a. der folgende Absatz zu lesen:

“Es bleiben einige offene Fragen, nicht nur organisatorische (das ist normal), sondern auch grundsätzliche. Zum Beispiel: Wie kann der Eindruck vermieden werden, dass es sich um eine Reformations- und nicht um eine (dazu recht deutsche) Lutherfeier handelt?” [2]

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 42, 18.10.2013, S. 1; Autorin: Marianne Weymann)

Und was ist daneben, zur Illustration des Artikels – und letztlich auch, wohl unabsichtlich, der Problematik –, abgedruckt? …

Beffchen

… Ein Foto dreier den “Internationaler Kongress zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums”-Gottesdienst haltenden/feiernden Exponenten der Zürcher Reformierten – von denen zwei (im deutschen Verständnis) lutherische Beffchen tragen.

Der EKD-Präsident Nikolaus Schneider, geladener Gast, dürfte sich gefreut haben. [3]

[1] Man könnte, gutkirchlich, auch von einer “Spurgruppe” sprechen.
[2] Hinweis: Die Formulierung ist ein wenig “verrutscht”. Gemeint ist (wie von der Autorin mir gegenüber bestätigt): “Wie kann herausgestellt werden, dass es sich um eine Reformations- und nicht um eine (dazu recht deutsche) Lutherfeier handelt?”
[3] Aus Erfahrung weiss ich, dass hier eine Relativierung notwendig sein könnte. Also: Die Beffchen-Frage ist, wie die Talar-Frage sowieso, bei uns Schweizer Reformierten nicht abschliessend beantwortet. Sollten wir sie aber nicht zumindest stellen – und zwar “überindividuell”?

Geschichte in sechzig Teilen

By , 05/06/2012 14:49

Und schon wieder ist es kurz vor 15.00 Uhr. Für einen, der auf eine Prüfung in Reformationsgeschichte lernt, ein echtes Problem: Bei jedem Blick auf die Digitaluhr, wenigstens ab 15.16 Uhr (Schriftprinzip bei Zwingli) erfolgt die Erinnerung an ein anderes Ereignis jener Zeit – oder, noch schlimmer, pocht die allenfalls unscharfe Erinnerung auf ein nochmaliges Repetieren. Ignorieren unmöglich! Immerhin hat das, ansonsten doch recht umständliche, Sexagesimalsystem den wunderbaren Nebeneffekt, dass um 15.59 Uhr (erste französische Nationalsynode/Confessio Gallicana, Gründung der Genfer Akademie, letzte Fassung der Institutio) Schluss ist mit der Reformation. Dann geht es direkt mit 1600 weiter – das Wichtigste ist da längst durch. Oder?

Bildersturm

By , 04/05/2012 07:46

Im Moment geht wieder einmal das Studium vor: endlich, nach mehrfachem Aufschieben, den allerletzten Grundkurs abschliessen – Kirchengeschichte der Reformation und Neuzeit. Verschiedene Lehrmittel sind denkbar. Ganz sicher gilt dabei aber, was ich hier “mit letzer Tinte”, wie man mittlerweile zu sagen pflegt, schreibe:

“Mit vollem
Einsatz”
lesen
heisst:
Mit halbem
Einsatz lernen.

Das soll mir Mahnung genug sein. In diesem Sinne: Hauschild und Vorlesungsnotizen, ich komme!

Was gesagt werden muss: Ich finde den Zwingli-Comic, eine von vielen Arbeitshilfen für das Zürcher rpg-Angebot im 5.-7. Schuljahr (JuKi), recht gelungen.

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