Posts tagged: Prüfungen

Vier-Viertel-Pakt

By , 23/06/2015 16:04

Es ist vollbracht!

Das “Es” ist dabei zweierlei innert kürzester Zeit: die nicht ganz freiwillige, aber halt aus beruflichen Gründen notwendige Abgabe des Kirchenpfleger-Amtes am Sonntag – und die Vikariats-Prüfungen Nummer 2, 3 und 4 vor neun Tagen (Gottesdienst) bzw. heute (Gemeindeaufbau und Seelsorge).

Damit bin ich endgültig “durch”:

Der Ordination steht jetzt nichts mehr im Wege.
Und also auch nicht dem Antritt der ersten Pfarrstelle.
Dem Umzug nächste Woche.
Dem Packen morgen.

Und auch nicht: dem Feiern heute abend!

Noch ein paar Wochen geht es in der Vikariatsgemeinde weiter. Dank noch nicht ausgeschöpften Ferienguthabens ist das Vikariat für mich dann de facto bereits Mitte (und nicht erst Ende) Juli zu Ende.
Und: Selbstverständlich äussere ich mich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch zu meinem Offenen Brief und den vielfältigen Reaktionen, die er ausgelöst hat.

Special K

By , 26/03/2015 21:45

Das Vikariat läuft noch bis Ende Juli weiter. Und doch hat es sich bei mir schon heute abend ein Stückweit “aus-gebildet”: Die erste von vier Praxis-Prüfungen ist bestanden – eben: im Handlungsfeld Bildung. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden waren gewohnt (!) engagiert, ich einigermassen gut drauf – und die Prüferinnen mit der Cornflakes-ion sehr zufrieden. In diesem Sinn: Daumen hoch.

Daumen drücken ist jetzt erst wieder Mitte/Ende Juni angesagt: Dann folgen die anderen drei Prüfungen.

Nun kehre ich – nach der Wahl am Sonntag, dem abschliessenden KEA-Gespräch und dieser ersten Prüfung – erst einmal zum courant normal zurück. Bis ich für den Konf-Unti in zwei Wochen den Kuchen backe, den ich den Könflern für den Fall meines “Durchkommens” in Aussicht gestellt habe…

Zuspruch und Wirklichkeit

By , 22/07/2012 08:58

Zeichnen konnte ich nie – das ist, ob ich will oder nicht, eine Tatsache. Ich habe Kindheitswerke von mir im Keller liegen, die Sie sich weder vorstellen können noch vorstellen wollen. Und doch hätten mir meine Eltern nie direkt gesagt, dass ich ein mieser Zeichner bin. Im Gegenteil, manchmal erhielt ich sogar ein kleines Lob für meine Kritzeleien. Wenn man das Gegenüber gern hat, drückt man halt das eine oder andere Auge zu und ist man bereit, den Anspruch, die Erwartungen zu senken. Das ist schön – macht die bewertete Leistung aber nicht besser.

Deshalb: Denkt daran, liebe Mitstudentinnen und Mitstudenten an der Theologischen Fakultät, wenn auch Ihr regelmässig Bestnoten bekommt: Die Damen und Herren Dozenten mögen uns wahrscheinlich “nur” – richtig gut sind wir deswegen (erwiesenermassen) noch lange nicht.

Vorsicht

By , 13/06/2012 18:36

So, die letzte Prüfung meines Bachelorstudiums liegt hinter mir: Kirchengeschichte adieu.

Beim Abgeben meines Gekritzels wurde mir wieder einmal klar, dass ich gut darüber nachdenken muss, was ich hier schreibe – als die aufsichthabende Assistentin mich fragte, ob die Wahrscheinlichkeitsrechnung etwas gebracht habe. Oha.

In der Tat, sie hat: Zwei Themen von den drei vorgegebenen hätte ich locker bearbeiten können, wobei ich mich aus einer nicht näher bestimmten Laune heraus gegen Zwingli und für die Erweckungsbewegung des 18./19. Jahrhunderts entschieden habe.

Jetzt bin ich müde, und so wird der Spaziergang ins Ökumenische Zentrum, zur Kirchenpflege-Sitzung, heute abend meine Erweckungs-Bewegung. Morgen gebe ich den Schülern dann vielleicht frei und schlafe derw…

Aber eben: Ich muss aufpassen, was ich hier schreibe.

Matheologisches

By , 22/05/2012 07:26

Noch drei Wochen bis zur nächsten (und für längere Zeit letzten) Prüfung. Ich mag es, ein vernünftiges Mass an Lernstoff intensiv zu bearbeiten, gerne auch in schriftlichen Arbeiten, und habe im Gegenzug weniger Freude daran, annähernd unübersichtlich viel Stoff nur oberflächlich ins Gehirn zu hämmern – doch genau das ist bei Grundkursen notwendig, und genau deswegen schwimme ich im Moment noch ein wenig.

Immerhin: Letzte Woche wurde eine Liste möglicher Essaythemen ausgeteilt, so dass wir wissen, in welche Richtung wir lernen müssen. Von den zwölf angegebenen Themenkomplexen werden dann, in Ergänzung zu einem Block von Multiple-Choice-Fragen, deren drei zur Wahl gestellt – eines davon ist zu bearbeiten.

Jetzt möchte der Homo Oeconomicus in mir, ein fauler, opportunistischer Schweinehund, (sicheren) Aufwand und (erhofften) Ertrag in ein vernünftiges Verhältnis bringen. Deshalb habe ich vorhin meine Kenntnisse in der Wahrscheinlichkeitsrechnung reaktiviert – und bin dabei zu einer ermutigenden Erkenntnis gekommen: Wenn ich von den zwölf möglichen Themen sieben, also gerade einmal eines mehr als die Hälfte, vorbereite, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass an der Prüfung mindestens eines der im Vorfeld zum genaueren Studium auserkorenen zur Wahl steht, stattliche 95.5 Prozent.

Können die naturwissenschaftlich Bewanderten unter uns die Richtigkeit meiner Kalkulation – ich rechnete 1-5*4*3/12/11/10 – bestätigen? Und könnten die Theologinnen und Theologen, die hier lesen, mich vielleicht wissen lassen, ob ich das Restrisiko in Kauf nehmen und es einfach fatalistisch-gelassen als Zeichen von oben betrachten sollte, wenn am Ende, mit einer Wahrscheinlichkeit von gerade einmal 4.5 Prozent, doch ausschliesslich Unvorbereitetes vorgeschlagen wird?

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