Programm

By , 09/01/2014 06:08

Gleich geht es los: ans Stritengässli in Aarau. Mehr dazu später…

…aber jetzt schon einmal “die Gliederung”, absichtlich etwas grösser gesetzt: für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Damit niemand von ihnen grosse Augen machen muss. Voilà:

Themenspektrum (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7)

Stil (1, 2)

Ideen (1, 2)

Bilder (1, 2, 3, 4, 5)

Zeitaufwand (1, 2)

Rückmeldungen, Interaktion (1, 2)

Vertraulichkeit (1)

Nummer 13 (Ende, sweet and sour)

By , 31/12/2013 12:56

Ein weiteres Jahr neigt sich zu Ende. Ereignisreich und äusserst intensiv war es, privat wie beruflich wie behördlich: mit den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen. In diesem Sinne also doch nicht einfach ein weiteres Jahr, sondern ein besonderes und besonders süss-saures – und vieles von dem, was in den vergehenden zwölf Monaten Vergangenheit wurde, das Gute wie das Schlechte, wird in mir gegenwärtig bleiben.

Da waren – auf privater Seite: die Traumhochzeit mit (m)einer Traumfrau, aber auch die (überstandene) Krankheit, die mich sehr stark belastete; in beruflicher Hinsicht: die zweite Hälfte des beeindruckenden kirchlichen Praxissemesters, die letzten Monate als Nebenberufslehrer und zwei Studiensemester inkl. Bachelorabschluss; und als Kirchenpfleger (nebst, ganz allgemein, viel Befriedigung): drei Personalsuchen und ebenso viele Anstellungsverhandlungen, zwei Revisionen der Personaldossiers durch Externe, recht viel Papierkram und, eben erst grossteils formuliert, Zwischenzeugnisse für diejenigen Mitarbeiter, die nächsten Frühling, nach den Behördenwahlen, neue Fachvorgesetzte erhalten.

Für alles, was das neue Jahr bringen mag, bin ich offen. Geplant habe ich es nur in groben Zügen: noch ein Semester Theologiestudium (Masterarbeit!), dann Abschluss – und im Sommer ab ins Vikariat.

Sonst? Mal sehen. Ich plane lieber weniger… und übe mich stattdessen (und gerade dadurch) weiter im Ent- bzw. Ausspannen. Um den von mir hoch geschätzten John Denver zu zitieren, der heute seinen siebzigsten Geburtstag hätte feiern können:

Come dance with the west wind and touch on the mountain tops.
Sail o’er the canyons and up to the stars.
And reach for the heavens and hope for the future
and all that we can be, and not what we are.

(Aus: “The Eagle and The Hawk”, Text und Musik: John Denver, Rechte: Cherry Lane Music Publishing.)

Liebe Leserin, lieber Leser, ich danke Ihnen herzlich für die Treue im ausgehenden Jahr und wünsche Ihnen alles Gute für 20132014!

Wie Weihnachten und Ostern zusammen

By , 25/12/2013 13:11

Kein Stroh im Haus? Kein Problem: Machen Sie aus der Not eine Tugend – und präparieren Sie die Krippe gleich so, dass sie bis Ostern stehen bleiben kann:

Ostergras

(Handy-Foto: die liebe Schwiegermutter)

Und noch einmal: frohe Weihnachten, liebe Leserin, lieber Leser!

Die Tannen freuen sich

By , 24/12/2013 13:14

Wie letztes Jahr war ich auch in diesem End-November daran beteiligt, die grosse Tanne in meinem alten Wohnquartier in einem nachbarschaftlichen Effort zu schmücken. Kalt und nass war es dieses Mal. Aber ich finde, das Schlottern im Friesennerz hat sich wieder gelohnt:

Leuchtfeuer

(Bild: M. Studer)

Damit wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen frohen Heiligabend und ebenso frohe Weihnachten! [1]

Bei mir stehen zwei Familienfeiern an – und danach ein paar ruhige Stunden zum Nachdenken: über das ausgehende Jahr und über das neue. Und konkret auch: über das Thema meiner Masterarbeit.

[1] Beim Titel dieses Beitrags handelt es sich um ein Zitat aus einem von mehreren Weihnachtsliedern Jochen Kleppers: “Weihnachtslied im Kriege”. Und das Lied wiederum zitiert aus Jes 14,7f., wo gemäss der Zürcher Übersetzung allerdings nicht von Tannen, sondern von Wacholderbäumen die Rede ist (bei Luther: Zypressen). Aber – hey…

Zahlen, bitte!

By , 23/12/2013 14:50

Die kirchliche Sozialisierung eines Kirchgängers, einer Kirchgängerin erkennt man, wie ich finde, u.a. sehr schön an dessen bzw. deren Handhabung des Gesangbuchs. Ich unterscheide hier drei Typen: Der Vollprofi tastet das Buch gar nicht erst an, da er Texte und Melodien aus dem Effeff kennt; der regelmässige und “erfahrene” Besucher wirft, kaum hat er sich gesetzt, mehr oder weniger unbewusst einen Blick auf die Anzeige der Liedernummern und legt die Bändeli der ersten beiden Lieder schon vor dem Gottesdienstbeginn an die entsprechenden Stellen; und der Neuling bzw. der Unerfahrene blättert sich nach der knappen Liedansage durch den Pfarrer, die Pfarrerin hektisch durch das Gesangbuch.

Ich zähle mich zur zweiten Kategorie – und sah mich gestern zweimal vor ein kleines Problem gestellt:

Links... …und rechts

Immerhin: Jetzt weiss ich, weshalb das Gesangbuch zwei Bändeli bereithält!

Barmherzig ausgespannt

By , 05/12/2013 11:51

Wie versprochen, hier nun mein erster “Tagebuch”-Eintrag:

Tagebuch 1 (48/2013)

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 48, 29.11.2013, S. 9; Autor: Reto Studer – Online-Textfassung hier)

Hinweis aus der Schreibstube: Die Geschichte stimmt fast eins-zu-zwö… äh: -zu-eins. Bei der Nennung des Liedes erlaubte ich mir jedoch eine künstlerische Freiheit: Nachdem mir die verantwortliche Redaktorin mitgeteilt hatte, dass das Lied “Ich steh in meines Herren Hand”, das mir in der Realität “erschienen” war und das ich deshalb im ersten Entwurf nannte, wohl zu wenig bekannt und der Liedtitel deshalb auch nicht sofort als Liedtitel identifizierbar sei, beschloss ich, diesen durch “Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand” zu ersetzen. Diese Liedzeile ist nicht nur einiges bekannter (RG 698), sondern erfüllt ihren Zweck im Kolumnentext, im Gegensatz zum erstgenannten Titel, darüberhinaus selbst dann, wenn man das entsprechende Lied nicht kennt. Ich finde: zwei gute Gründe für die Änderung!

Und: Die doppeldeutige Überschrift dieses Blog-Beitrags ist ein Zitat aus dem im Kolumnentext genannten Lied.

In eigener Sache: “Tagebuch” in der “Reformierten Presse”

By , 29/11/2013 10:07

Im September erhielt ich die Anfrage und sagte ich nach einigem Zögern zu, und seit der aktuellen Ausgabe der “Reformierten Presse” bin ich es: Mit-Schreiber des “Tagebuchs” – einer kleinen, aber (wenigstens bis anhin…) feinen Kolumne in der “Reformierten Presse”, die von fünf ziemlich unterschiedlichen kirchlich und-slash-oder theologisch Verankerten, schön im Wechsel, mit Stoff aus dem, genauer: deren, Leben gefüllt wird.

Wie gesagt: Ich habe gezögert. Das Schreiben (guter!) Kolumnentexte für eine Wochenzeitung, die sich an Leute vom Fach richtet, ist schliesslich nicht nichts! Ob bei mir per sofort alle fünf Wochen etwas für dieses Publikum Berichtenswertes passiert, das sich noch dazu auf den vorgebenenen Umfang von “2’000 Zeichen inkl. Leerzeichen” ausbreiten bzw. konzentrieren lässt? Und ob ich dann dafür auch noch die richtigen Worte finde? Nun gut: Da muss ich jetzt durch. Und natürlich freue ich mich.

Schön für mich und Sie: Die “Reformierte Presse” erlaubt mir freundlicherweise, meine “Tagebuch”-Einträge jeweils einige Tage nach deren Erscheinen ins Blog zu stellen (vielen Dank auch an dieser Stelle!). Ich werde dies mittels eines Scans tun und zugleich auf die Textfassung auf ref.ch verlinken.

Heute nun erschien mein erster Kolumnentext. Und nächste Woche stelle ich ihn online.

Quereinstieg: ja – aber wie? (Stellungnahme von Studierenden)

By , 15/11/2013 12:44

Der (studentische) Fachverein Religionswissenschaft und Theologie der Universität Zürich, dessen Mitglied auch ich bin, konstituierte an seiner Vollversammlung zu Beginn des laufenden Semesters eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem angedachten (verkürzten) Quereinsteiger-Studiengang befassen sollte. Dieser war vom Konkordat im Sommer 2012 angesichts des bald zu erwartenden Pfarrermangels ins Gespräch gebracht worden – und wird seither an der Theologischen Fakultät, zumindest bei uns Studentinnen und Studenten, intensiv diskutiert.

Seit ein paar Tagen liegt die Stellungnahme der genannten Arbeitsgruppe vor. Nachdem ref.ch vorgestern in einer kurzen Nachricht darüber berichtete (hier) und gestern, ebenfalls auf ref.ch, der Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung von Pfarrpersonen im Konkordat, Pfr. Thomas Schaufelberger, dazu interviewt wurde (hier), ist die Diskussion auch in den sozialen Netzwerken lanciert.

Mit Erlaubnis der Arbeitsgruppe stelle ich Ihnen als Service und zugunsten einer informierten und vertieften Diskussion die vollständige Stellungnahme, die bisher m.W. noch nicht online zu finden ist, zur Verfügung (als pdf):

Stellungnahme Quereinsteiger-Studium (Autoren: die Mitglieder der Arbeitsgruppe “Quereinsteiger-Studiengang”, werden im Dokument namentlich genannt)

Hinweis: Ich teile die (ebenso kritische wie konstruktive) Haltung meiner Kolleginnen und Kollegen, war an der Formulierung der Stellungnahme aber nicht beteiligt. Diskussionen darüber können gerne hier geführt werden – ich möchte aber dazu anregen, Rückmeldungen (auch) direkt an die Arbeitsgruppe zu richten; die zu diesem Zweck eingerichtete E-Mail-Adresse finden Sie am Ende der Stellungnahme.

Kirchenmäuschenstill

By , 08/11/2013 16:55

Der alte Studer wird vermisst, offenbar: Mehrfach haben mir Kolleginnen und Kollegen, aber auch gestandene Pfarrer, gestanden, sie würden sich mich bissiger, widerspenstiger wünschen, “wie zu Beginn”. Und: “Schreib doch mal etwas gegen…!”

Ich kann das verstehen. Ehrlich. Und es stimmt ja auch: Ich bin etwas zurückhaltender geworden im letzten Jahr. Woran das liege, werde ich gefragt: Ist zurzeit “alles gut” und also nichts kritikwürdig aus meiner Sicht? Gibt es Kritikwürdiges – und ich bin einfacher genügsamer, anspruchsloser geworden? Oder hat mir, wie auch schon vermutet wurde, “die oder der da” die Zähne gezogen (oder zumindest die Flügelchen gestutzt)?

Ganz ehrlich? Natürlich wäre es gelogen, wenn ich behauptete, es gäbe aus meiner Sicht keinerlei Anlass zu Kritik und also nicht Beiträge, die geschrieben werden müssten – auf die ich dann aber verzichte. Ich glaube auch nicht, dass ich in letzter Zeit anspruchsloser und genügsamer geworden bin. Aber sie kann eben eine gute Schneiderin sein, die sprichwörtliche Schere im Kopf – aus den folgenden zwei Gründen, die beide mit meiner gegenwärtigen und künftigen An-Teil-Nahme an und in der Kirche zu tun haben:

Erstens bin ich kein Outsider (mehr). Ich stehe kurz vor dem Abschluss des Theologiestudiums und bin seit mehreren Jahren Kirchenpfleger und habe etwa auch schon einmal eine Pfarrwahlkommission geleitet. Damit ist die Kirche weniger als zu Beginn meines Blöggelens ein abstraktes Gegenüber, sondern immer mehr auch meine Kirche. Der Online-Einsatz des verbalen Zweihänders, so viel Spass er mir und offenbar z.T. auch dem geneigten Zuschauer machen mag, ist dann aber zumeist fehl am Platz. Also: Natürlich gibt es aus meiner Sicht weiterhin sehr vieles an meiner Kirche und am Konkordat zu kritisieren – ja, je mehr Einblick ich habe, desto mehr! Aber wenn ich die Kritik intern, bei den richtigen Stellen, anbringen kann, so ziehe ich dies, falls überhaupt möglich, mittlerweile vor. [1]

Das Zweitens hängt damit zusammen: Ich habe in den vergangenen ein, zwei Jahren die Erfahrung machen müssen, dass öffentlich oder auch nur schon in einer kleinen Gruppe direkt geäusserte Kritik an kirchlichen Strategien von manchen Exponenten der – zumindest meiner – Landeskirche unsachlich gekontert wird. “Man” ist, aus welchen Gründen auch immer, extrem dünnhäutig (geworden?). Und so sind wir bei einem Punkt, auf den ich nicht stolz bin: Ich möchte mich nicht noch stärker exponieren, als ich dies sowieso schon tue. Als Student und angehender Vikar bin ich im Moment auf verschiedener Ebene Bittsteller, und Bittsteller haben, so meine Erfahrung, bittzustellen – und sonst nichts. Das ist frustrierend: für mich, weil die Schere im Kopf zielgenau das Sprachzentrum trifft und deshalb manches nicht thematisiert werden kann, was unter gewöhnlichen Umständen thematisiert gehört. [2] Und vielleicht auch für manchen von Ihnen, weil der neue Studer nicht so bissig und widerspenstig ist wie der alte. Damit müssen wir wahrscheinlich leben.

[1] Von dieser Möglichkeit habe ich schon mehrfach Gebrauch gemacht. Manchmal durchaus mit Erfolg.
[2] Gerade angesichts des absehbaren Pfarrermangels wäre dies dringend notwendig, denn die Probleme sind teilweise zweifellos hausgemacht.

Konfessionsware

By , 22/10/2013 17:35

In der aktuellen Ausgabe einer Wochenzeitschrift aus dem schmalen Angebot der reformierten Presse, der – eben – “Reformierten Presse” (Nr. 42, 18.10.2013), findet sich auch ein Artikel über den Internationalen Kongress zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017, der Anfang Oktober in Zürich stattfand. [1]

In dem Bericht ist u.a. der folgende Absatz zu lesen:

“Es bleiben einige offene Fragen, nicht nur organisatorische (das ist normal), sondern auch grundsätzliche. Zum Beispiel: Wie kann der Eindruck vermieden werden, dass es sich um eine Reformations- und nicht um eine (dazu recht deutsche) Lutherfeier handelt?” [2]

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 42, 18.10.2013, S. 1; Autorin: Marianne Weymann)

Und was ist daneben, zur Illustration des Artikels – und letztlich auch, wohl unabsichtlich, der Problematik –, abgedruckt? …

Beffchen

… Ein Foto dreier den “Internationaler Kongress zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums”-Gottesdienst haltenden/feiernden Exponenten der Zürcher Reformierten – von denen zwei (im deutschen Verständnis) lutherische Beffchen tragen.

Der EKD-Präsident Nikolaus Schneider, geladener Gast, dürfte sich gefreut haben. [3]

[1] Man könnte, gutkirchlich, auch von einer “Spurgruppe” sprechen.
[2] Hinweis: Die Formulierung ist ein wenig “verrutscht”. Gemeint ist (wie von der Autorin mir gegenüber bestätigt): “Wie kann herausgestellt werden, dass es sich um eine Reformations- und nicht um eine (dazu recht deutsche) Lutherfeier handelt?”
[3] Aus Erfahrung weiss ich, dass hier eine Relativierung notwendig sein könnte. Also: Die Beffchen-Frage ist, wie die Talar-Frage sowieso, bei uns Schweizer Reformierten nicht abschliessend beantwortet. Sollten wir sie aber nicht zumindest stellen – und zwar “überindividuell”?

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