Category: Theologie

Auf Wü-hüüü-der-sehen!

By , 02/01/2015 13:11

Vorsätze habe ich nur zwei oder drei für dieses neue Jahr. Aber noch ein paar Nachsätze zum letzten:

Im Oktober erschien im “Notabene”, der Zeitschrift der Zürcher Landeskirche für Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Freiwillige, ein anregender Artikel zum Thema des Kirchenaustritts und der “Kunst der Verabschiedung”. [1] Die Frage, die darin behandelt wird: Wie bestätigt man Kirchenaustritte “richtig”? [2] Eine Kunst, hier den richtigen Ton zu treffen – führwahr!

Heute früh, als ich mich meinem Neujahrs-Vorsatz gemäss, Ballast abzuwerfen, aus dem Newsletter eines grossen Kreuz-Linger Foto-Dienstleisters ausgetragen hatte, erinnerte ich mich umgehend wieder an jenen Artikel. Weshalb – das sehen Sie am besten selbst.

Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen… Das kriegen wir besser hin, nicht?

[1] Der Artikel ist hier online erhältlich (Nr. 8/2014, S. 8f.).
[2] Und das natürlich unabhängig von der Art, wie die Kirchenaustritts-Schreiben im Einzelfall formuliert sind. Über Nachtritts-Austritte habe ich bereits einmal geschrieben.

Fach-Simpelei

By , 02/10/2014 12:48

Mir könnte es nicht besser gehen in meiner Vikariatsgemeinde. Ich darf suchen und versuchen – und werde oft auch fündig. Heute sogar in der Gemeinschaftsküche des Pfarrhauses.

Diese Schublade verspricht nun wirklich alles zu beinhalten, was das sehnende Herz des angehenden Pfarrers begehrt:

Schöpfer und Rüstzeug

(Nein, ich habe die Schublade noch nicht geöffnet. Wir stehen ja erst am Anfang des Monats drei!)

Königsweg

By , 18/09/2014 14:29

Gestern durfte ich als Vikar gut vier Dutzend Seniorinnen und Senioren meiner Vikariatsgemeinde auf ihrer Ausfahrt ins Emmental begleiten. Unter anderem besuchten wir das Gotthelf-Zentrum in Lützelflüh – für mich, der sich in der Masterarbeit mit dem Gotthelf-Sohn Albert Bitzius jr. auseinandersetzte, sehr reizvoll.

Reizvoll waren aber natürlich auch die kleinen Kontakte und die grossen Gespräche, die sich bisweilen aus ersteren entspinnen. Beim Mittagessen etwa sass ich neben einer Dame, die sich beim Plaudern über ihre musikalischen Vorlieben als Elvis-Fan outete. Darauf meinte ich: “Oh, bin ich auch!” Und sie, trocken: “So? Wissen Sie denn, wie Elvis’ Bruder hiess?” – “Klar, Jesse Garon. Sein Zwillingsbruder, tot geboren.”

Nun, was soll ich sagen? Ich muss den “Test” bestanden haben, denn vom King und dem Tod zu Gott und dem Alter war es jetzt nur noch ein kleiner Schritt.

Stein des Weisens

By , 26/08/2014 13:47

Die ersten drei Wochen des Vikariats sind – bereits – vorüber: Wir wurden, wie die geneigte Leserin, der geneigte Leser natürlich längst weiss, ins Vikariatswesen eingeführt und in Dramaturgischer Homiletik geschult. Letzte Woche nun schrieb ich keine Karte. In der Post-Terminologie bleibend, sei gesagt: Wir wurden zum Thema Bildung gebrieft.

Am Sonntag nun durfte ich mich im Rahmen eines wunderbar volkstümlichen Chilbi-Gottesdienstes in meiner Vikariatsgemeinde vorstellen. Meine ganz persönliche Kirch-Weihe sozusagen! Ich fühle mich bestens aufgenommen – und bekam, zum Gottesdienst-Thema wie auch zu meinem Ausbildungsstand passend, dies hier überreicht:

Wegweiser

So freue ich mich also auf viele freundliche (und freundlich-kritische) Menschen, die mir den Weg weisen – und hoffe zugleich auf wenige, die, naja, mich wegweisen.

Nachgekartet

By , 12/08/2014 14:44

Ich könnte jetzt lange… – ach, schauen Sie selbst.

Liebe Livia II

Die Auflösung finden Sie hier.

Damit nun aber nicht der Eindruck entsteht, wir Neo-Vikarinnen und -Vikare wären unproduktiv: Das stimmt nun gar nicht. Diese Woche erhalten wir von Prof. Martin Nicol und seiner Mitarbeiterin auf Boldern eine Einführung in die sogenannte Dramaturgische Homiletik. Schade, musste ich ein ganzes Studium lang darauf warten – schön, wird die Anweisung nun derart praxisbezogen nachgereicht. Und ja: Die selbständige Einübung, welche die Theorieblöcke immer wieder unterbricht und ergänzt, ist durchaus ein schönes Stück Arbeit! (Eben: “ein schönes Stück Arbeit“. Aber immerhin, bisher: “ein schönes Stück Arbeit”.)

Postkartause

By , 10/08/2014 16:21

So – die erste Vikariatswoche ist vorbei. Sehr viel gibt es nicht zu berichten. Für den Moment so viel: Es waren fünf intensive Einführungs-Tage in der Kartause Ittingen. Viele neue (und freundliche) Gesichter traf ich da, und auch diskutiert wurde – viel.

Wer dabei war, dürfte aber doch bestätigen, dass nicht völlig falsch ist, was ich meinem Göttimeitli, noch nicht ganz drei Monate alt, per Postkarte vermeldete:

Liebe Livia

Im Ernst: Es ist schön, wenn Arbeit (hier noch: “uns umschauen” – sich beim Diskutieren kennenlernen und beim Sich-Kennenlernen diskutieren) und freie Zeit weitgehend Hand in Hand gehen und teilweise auch ein und dasselbe sind. Ein gelungener Start!

Nächste Woche geht es dann, wiederum im Vikarinnen- und Vikarenverband und somit ausserhalb unserer Ausbildungs-Kirchgemeinden, stärker an und in die Inhalte – und ans Eingemachte.

Höchste Zeit

By , 04/08/2014 07:43

Ich habe den Eindruck, meine erste eigene Trauung am Samstag sei mir gut gelungen. Vor mir sass und stand jedenfalls ein glückliches Paar – davor, währenddessen und danach. Und heute geht es schon weiter: für die einen in die Flitterwochen, für mich mit vielen Kolleginnen und Kollegen in die einjährige Pfaffen-RS: das Vikariat. Wieviel ich darüber bzw. daraus berichten kann, werde ich sehen.

Wie beim kirchlichen Praxissemester vor zweieinhalb Jahren gilt auch hier der Hinweis für alle, mit denen ich in den kommenden Monaten zu tun haben darf (auch wenn es aus meiner Sicht selbstverständlich ist): Es muss sich niemand, sei es in der Kirchgemeinde oder unter den Mitvikarinnen und -vikaren, sorgen, dass ich in diesem Blog Vertrauliches ausplaudere oder sonstwie Heikles schreiben könnte. Natürlich lässt sich das Vikariatsjahr in meinen Texten nicht aussparen – ich werde aber in einem allgemeinen Sinne von meinen Erfahrungen schreiben. Und im Zweifelsfall bitte ich die betreffenden Personen um ihr Einverständnis. Dies gilt im Übrigen auch für meine “Tagebuch”-Kolumnen in der “Reformierten Presse”.

Jetzt noch fertig packen – und dann ist es nach der Hochzeit höchste Zeit: ab in die Einführungswoche, ab in die Ausbildung!

Schwein und Aber

By , 27/07/2014 17:32

Hier mein siebter “Tagebuch”-Eintrag in der “Reformierten Presse” (die neue Funktionsbezeichnung “Vikar und Blogger” habe ich mir auf Kredit geliehen – am 4.8. geht es los):

Tagebuch 7 (30.31-2014)

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 30/31, 25.7.2014, S. 11; Autor: Reto Studer)

Bildunterschrift zum Sonntag

By , 14/07/2014 10:37

Götze im Doppel

Götze (li.) und Götze (re.)

Jedenfalls: Ich freue mich.

Lebens-Lauf

By , 13/06/2014 14:03

Hier mein sechster “Tagebuch”-Eintrag in der “Reformierten Presse”:

Tagebuch 6 (24-2014)

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 24, 13.6.2014, S. 11; Autor: Reto Studer)

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