Category: Theologie

Réformation professionnelle

By , 13/01/2012 12:56

Der Katholizismus hat einen schweren Stand an der Theologischen Fakultät in Zürich. Genauer gesagt: gar keinen. Wir lernen im Rahmen eines religionswissenschaftlichen Moduls zwar das eine oder andere über Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus. [1] Aber katholisches Christentum? Römisch-katholische Theologie? Nein, Fehlanzeige – über den Glauben unserer direkten Glaubensnachbarn und des wichtigsten Koalitionspartners in der Praxis hören wir, zumindest im Bachelorstudium, kaum etwas. Und wenn, dann, in karikierter Form, als das, wovon wir Reformierten uns, Gott sei Dank!, vor geraumer Zeit befreien konnten: gerade nochmal gut gegangen! [2]

Angesichts dieser Ausgangslage erstaunt es nicht, dass ich die folgende Werbung auf Facebook zunächst falsch gelesen habe:

“Ist das bereits die angekündigte Werbung für das Theologiestudium?”, habe ich, professionell deformiert, gedacht: “Unkatholisch auf Mass!”

[1] Ehrlich gesagt: Manche dieser Vorlesungen finde ich, wissenschaftlich betrachtet, schwach. Mehr dazu vielleicht einmal in einem eigenen Beitrag – auch wenn mir die Pädagogische Hochschule, in deren Bereich “Religion und Kultur” die betreffenden Veranstaltungen organisiert werden, dann sicher wieder mit dem Dekan unserer Fakultät droht.
[2] In der kirchlichen Praxis sieht das nach meiner Erfahrung zum Glück viel, viel besser aus.

Abstimmungspflicht, kirchlich

By , 06/01/2012 15:16

Wer reformiert ist und seinen Briefkasten hin und wieder leert, weiss, dass er allzweiwöchentlich die Kirchenzeitung “reformiert” erhält – jedes zweite Mal, also monatlich, ergänzt durch eine lokal verantwortete Gemeindebeilage. Diese heisst bei uns in Bubikon “Chileblick”. Zum festen Bestandteil dieser unserer Gemeindebeilage nun gehört eine frontseitige Kolumne: Monat für Monat erhält ein Mitglied von Kirchenpflege oder Pfarrteam eine Carte Blanche hierfür. Einzige Vorgabe: Der Text sollte eine Länge von 1600 Zeichen nicht überschreiten. [1]

Manchmal geht der Kelch auch an mir nicht vorbei. Der Kolumnentext, den ich für den “Chileblick” vom September 2010 verfasst hatte, kam mir am vergangenen Wochenende in den Sinn, als ich meine Gitarre mit einer neuen Saite bespannen musste – zum ersten Mal überhaupt (nach anderthalb Jahren!), denn ich hatte ebendiese Gitarre mit dem Ziel gekauft, mir das Spiel selbst beizubringen. “Im Selbststudium” heisst das, und bedeuten tut es, wenigstens in meinem Fall, dass ich bisher “einfach nicht so recht die Zeit gefunden habe”, etwas zu lernen. Aber das soll hier nicht das Thema sein… [2]

Hier nun also der Text:

Manchmal denke ich, dass ich ein unverbesserlicher Schöngeist bin, ein Freak – und finde Trost darin, dass Sie meine Gedanken nicht lesen können. Sie wüssten sonst, dass ich Schweinekoteletts ins Regal zurücklege, wenn sie mit „Schweinekoteletten“ angeschrieben sind (Koteletten, liebe Metzger, sind Backenbärte!), und dass ich jede Beiz einladender fände, würden wir sie mit dem schönen Gaststätten-Synonym Dorfkrug bezeichnen. Ach ja, und ich liebe Moosseedorf für seine drei Buchstabendopplungen!

Anderseits ist mir natürlich klar, dass Sprache zunächst ein Instrument zum Gedankenaustausch ist – ein Instrument allerdings, das, um beim Bild zu bleiben, gestimmt werden will. Bei meiner Gitarre habe ich hierfür zwei Möglichkeiten: Ich kann mich damit begnügen, die Saiten aufeinander abzustimmen (damit die Akkorde in sich stimmig sind), oder sie an einem „ausserhalb“ gespielten Referenzton ausrichten. Wer in einer Gruppe musizieren möchte, wählt die zweite Variante und orientiert sich an den anderen Instrumenten. So verhält es sich auch mit Worten: Ein echter Austausch ist nur möglich, wenn die Sprache des Einen auch die Sprache des Anderen ist.

Was das mit uns mehr oder weniger gläubigen, vielleicht auch zweifelnden Christen zu tun hat? Nun: Wir können uns grämen, weil unsere eigene Sprache, die in sich stimmig sein mag, nicht mehr kultureller Mainstream ist – oder wir nehmen die Herausforderung an und übertragen und „überleben“ unsere grossen, aber weitherum unverständlich gewordenen Wörter und Vorstellungen (Sünde! Gnade! Vergebung!) in eine Sprache, die auch von Menschen verstanden wird, denen das Alphabet des Glaubens fremd ist.

Dies halte ich, heute mehr denn je, für die grösste Herausforderung der Kirchen (und damit von uns allen): sich in einer Sprache auszudrücken, die tatsächlich auch verstanden wird, theologische Konzepte aus dem schönen, warmen Zirkel der Insider ins Leben zu transportieren – und doch, soviel Ehrfurcht vor dem bisher zurückgelegten Weg muss sein, die eigene Geschichte nicht zu verraten. Ein schmaler Grat, klar. Aber was ist denn die Alternative? [3]

[1] Und im weitesten Sinne sollte es um Theologisches oder Kirchliches gehen. Das versteht sich aber von selbst.
[2] Für die Interessierten: Ich nehme demnächst Gitarrestunden. Gutes Weihnachtsgeschenk, das!
[3] Bevor nun eingewandt wird, eigentlich sei es doch an der “widerspenstigen Öffentlichkeit”, verbrannten Wörtern und Worten unbefangen zu begegnen: Nein, ist es nicht. Kommunikation, die diesen Namen verdient, setzt einen Sender voraus, der sein Publikum ernstnimmt und sich an ihm orientiert. Weshalb soll das ausgerechnet bei den Kirchen, deren erster Auftrag ja gerade die Kommunikation ist, jene des Evangeliums nämlich (Art. 29 Abs. 1 KO), anders sein? Also: Das Wohlwollen vieler ist, manchmal zu meinem eigenen Erstaunen, da – jetzt sind wir dran! Wäre ja gelacht…

Die Ballade von Immernoch und Längstschon – zu Silvester/Neujahr

By , 31/12/2011 11:03

Wie schön sie doch sind, die Tage zwischen den Jahren: Das alte Jahr ist nicht mehr, das neue noch nicht. Für alles gibt es eine Stunde, sagt man – in diesen Tagen: die stille Stunde zur Entspannung im Raum zwischen dem Nichtmehr und dem Nochnicht. Zur Ruhe kommen, endlich…

Pustekuchen.

Jetzt erst finde ich doch Zeit dafür, nach dem Alltäglichen der vergangenen elfeinhalb Monate die letzten (und teilweise vorletzten) Pendenzen des alten Jahres abzuarbeiten und mich auf die ersten Wochen im neuen Jahr vorzubereiten. Das Nichtmehr des alten Jahres ist in Wirklichkeit ein lautes, forderndes Immernoch, das Nochnicht des neuen ein ebenso lautes, forderndes Längstschon.

Doppelte Arbeit also.

Und so habe ich die vorlesungs- und unterrichtsfreie Zeit zwischen Weihnachten und Silvester v.a. damit zugebracht, die über das Jahr angesammelten Kleintiere kurzzeitig über meinen Körper gewinnen zu lassen, meine Proseminararbeit zu Løgstrups Ansatz der “ethischen Forderung” doch noch fertigzustellen und, ebenfalls längst geplant, ein Arbeitszeugnis zu formulieren (immer wieder eine Herausforderung) – zugleich aber auch schon damit, den Unterricht der ersten Nachferienwoche sowie eine Hebräisch-Gesamtrepetition für die Tutoratsgruppe vorzubereiten. Jetzt steht noch ein Grossputz an. Wenn ich schon einmal dran bin…

Heute abend immerhin wird eine Pause eingeschaltet.

Ich verneige mich in grosser Dankbarkeit vor dem ausgehenden Jahr. Dieses war, soviel steht fest, das bis anhin ereignis- und lehrreichste, was mein Engagement in den Bereichen Theologie und Kirche anbelangt. Ich durfte beispielsweise feststellen, dass meine theologische Urteilskraft in den vergangenen zwei Semestern einige Fortschritte gemacht hat und ich mich mehr und mehr imstande fühle, an den Diskussionen in den universitären Veranstaltungen ernsthaft teilzunehmen. Auch denke ich sehr gerne an das religions- und bibelwissenschaftliche Seminar in Jerusalem und an das Barth-Blockseminar auf dem Leuenberg zurück, ebenso an die (erfolglose) Kandidatur für das Kirchenparlament und die (bisher erfolgreiche) Leitung der Bubiker Pfarrwahlkommission. Es ist viel gelaufen, und ich habe, es ist tatsächlich so einfach, nur gewonnen.

Zugleich schaue ich erwartungsvoll dem neuen Jahr entgegen. Was es für mich bereithalten wird? Der Uni-Stundenplan des ersten Semesters jedenfalls ist kreditpunktebedingt bereits stark reduziert, und im zweiten Halbjahr geht es in die praktische Ausbildung durch das Konkordat, was, beides, so hoffe ich, einige neue Erfahrungen und Impulse ermöglichen und bringen wird. Darauf bin ich gespannt. Wenn das neue Jahr nur halb so lehr- und abwechslungsreich wird wie das alte, bleibe ich ein glücklicher, zufriedener Mensch.

Das wünsche ich auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser: eine kleine Pause heute abend und, morgen beginnend, ein gutes neues Jahr mit den richtigen Herausforderungen zur rechten Zeit.

Bruder Huldvoll zwischen den Gräben – zu Heiligabend/Weihnachten

By , 24/12/2011 00:27

Die Geschichte hinter der Entstehung des ursprünglich für Gitarrebegleitung komponierten Weihnachtsliedes “Stille Nacht” im Jahre 1818 ist faszinierend. Mehr dazu gibt es, extern, hier. Ebenso eindrücklich ist aber seine Wirkungsgeschichteeine Wirkungs-Geschichte ganz besonders.

Das Ereignis des Weihnachtsfriedens von 1914, auf das ich anspiele, ist wohl hinlänglich bekannt. Es kann aber wieder und wieder erzählt werden, ohne dass es an Faszination einbüsst. Ich jedenfalls kann mich daran nicht satt denken.

Der ehemalige “Stern”-Chefredaktor Michael Jürgs hat vor einigen Jahren zu diesem als “kleinen Frieden im Grossen Krieg” apostrophierten Weihnachtswunder ein Buch desselben Titels verfasst, das gleichsam eine O-Ton-Collage aus Feldpost-Berichten und Tagebuch-Einträgen von der Front sowie aus späteren Erinnerungen der Beteiligten ist. Ein Auszug daraus:

“Von jener Begeisterung, in der im August 1914 die Völker Europas wie besoffen in den Krieg zogen, ist nach insgesamt bereits einer Million Toter im Dezember 1914 nichts mehr geblieben. Im Blut ertrunken. Kein Wunder, dass eines an Weihnachten geschieht. […]

Anfangs ist es nur einer, der Stille Nacht, heilige Nacht vor sich hin singt. Leise klingt die Weise von Christi Geburt, verloren schwebt sie in der toten Landschaft Flanderns. Doch dann brandet Gesang wie eine Welle übers Feld, ‘um Schulterwehr und Schulterwehr und von der ganzen langen dunklen Linie der Schützengräben klang es empor: Schlafe in himmlischer Ruh’. Diesseits des Feldes, hundert Meter entfernt, in den Stellungen der Briten, bleibt es ruhig. Die deutschen Soldaten aber sind in Stimmung, Lied um Lied ertönt ein Konzert aus ‘Tausenden von Männerkehlen rechts und links’, bis denen nach Es ist ein Ros entsprungen die Luft ausgeht. Als der letzte Ton verklungen ist, warten die drüben noch eine Minute, dann beginnen sie zu klatschen und ‘Good, old Fritz’ zu rufen, und: ‘Encore, encore’, ‘more, more’. Zugabe, Zugabe.

Die derart hoch gelobten Fritzens antworten mit ‘Merry Christmas, Englishmen’ und ‘We not shoot, you not shoot’, und was sie da rufen, das meinen sie ernst. Sie stellen auf den Spitzen ihrer Brustwehren, die fast einen Meter über den Rand der Gräben ragen, Kerzen auf und zünden sie an. Bald flackern die, aufgereihten Perlen gleich, durch die Finsternis. Wie das Rampenlicht eines Theaters habe es ausgesehen, wird ein englischer Soldat seinen Eltern schreiben, ‘like the footlights of a theatre’.

Die Bühne für die Inszenierung ist damit ausgeleuchtet, die Generalprobe für ein Stück gelungen, das an den nächsten Tagen an der Westfront gegeben wird. Hier und dort und überall von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze. Der Intendant oben in seiner Loge hatte für Flandern beste äussere Bedingungen geschaffen. Nach Einbruch der Dunkelheit an diesem 24. Dezember 1914 – und dunkel ist es bereits gegen sechzehn Uhr – verzog sich der Wind. Klarer Sternenhimmel ‘grüsste uns von der Wohnung des Allmächtigen herab’, und der Vollmond ‘verlieh der weiten, schönen flandrischen Rembrandtlandschaft durch sein mildes Licht das Gepräge wohltuenden Friedens’.

Beides hilft jetzt, Mond und Kerzen. Jede verdächtige Bewegung im Niemandsland wäre sichtbar. Ehre sei Gott in der Höhe, Friede den Menschen auf Erden, verkündet das Evangelium für diesen Tag. Aber in offenbar gewordener Abwesenheit eines Höheren auf Erden beschliessen Deutsche und Briten spontan, Franzosen und Belgier zögernd, an Weihnachten, ohne auf Gottes Segen zu warten, nicht aufeinander zu schiessen.”

(Aus: Jürgs, Michael: Der kleine Frieden im Grossen Krieg, Goldmann, München 2005, S. 77/7f.)

Ob Gott tatsächlich abwesend war in jenem Krieg, den wir heute als den Ersten Weltweiten kennen? Ob er sich wirklich einen Teufel geschert hat um das Menschengeschlecht? Die Soldaten in den Schützengräben, die noch wenige Monate zuvor für Gott und Vaterland in den Krieg gezogen waren, müssen jedenfalls mehr und mehr so empfunden haben. Umso wundervoller, ja: Wunder-voller, dass in Form der spontanen Verbrüderung, die an einigen Frontabschnitten mehrere Tage andauerte, die Weihnachtsbotschaft direkt und punktgenau in die kalte Wirklichkeit einbrach – als Waffenruhe und gemeinsames Begraben der Toten, beim Austausch von Geschenkspaketen aus der Heimat, bei improvisierten Fussballspielen im Niemandsland zwischen den Gräben der Einen und den Gräben der Anderen…

An wohl kaum einem anderen Ort findet sich das Weihnachtsereignis aus dieser Sicht besser umschrieben als in der (nicht im evangelisch-reformierten Gesangbuch enthaltenen) vierten Strophe von, ausgerechnet!, “Stille Nacht” selbst, beinahe hundert Jahre vorher im österreichischen Oberndorf uraufgeführt – und offenbar einer von vielen kleinen Katalysatoren für den Zwischenfrieden:

Stille Nacht! Heil’ge Nacht!
Wo sich heut’ alle Macht
Väterlicher Liebe ergoss
Und als Bruder Huldvoll umschloss
Jesus die Völker der Welt!
Jesus die Völker der Welt!

(Aus: “Stille Nacht”, Text: Joseph Mohr, Musik: Franz Xaver Gruber)

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe, friedliche Weihnachtstage und ein paar geruhsame Momente zum Ausklang dieses Jahres.

In eigener Sache: “Reformierte Presse” berichtet

By , 16/12/2011 09:09

Die Wochenzeitung “Reformierte Presse” stellt in ihrer Rubrik “Wendepunkt” wöchentlich eine Person aus dem theologischen oder kirchlichen Bereich vor. In der aktuellen, heute erschienenen Ausgabe (Nr. 50, 16.12.2011) befindet sich nun ein Portrait über mich. Den Text, verfasst von Herbert Pachmann, finden Sie auf der Rückseite der Zeitung – und, dank freundlicher Genehmigung durch den Verlag, auch hier:

Unterschiedliche Rollen als Herausforderung

Reto Studer aus Wolfhausen ZH ist auf Umwegen zum Theologiestudenten geworden

Bei gewichtigen Entscheiden habe ich bislang immer meinem Bauchgefühl vertraut. Damit bin ich ganz gut gefahren. Dies war schon so, als ich nach meinem Studienabschluss in Publizistik und Staatsrecht eine Stelle im Headhunting antrat. Drei Jahre lang war ich in diesem Bereich tätig. Das konzeptionelle Arbeiten in einem anspruchsvollen Umfeld, aber auch die anregenden Gespräche mit den Kandidaten habe ich sehr geschätzt. Es hätte gut so weitergehen können. Auf der anderen Seite wurden mehr und mehr auch Glaubensfragen in mir laut, denen ich unbedingt intensiver nachgehen wollte. Kirchlich eher lau sozialisiert, überlegte ich mir jetzt, ein Theologiestudium anzuhängen.

Mit 28 gab ich mir ein Jahr Bedenkzeit. Ich arbeitete weiter, belegte daneben aber den Hebräischkurs, den auch die Theologiestudenten zu besuchen haben. So konnte ich mir ein Bild vom Studium machen, ohne mich vorschnell für eine Zäsur zu entscheiden. Auf den Bauch hören heisst ja nicht, den Verstand auszuschalten.

2009 habe ich mich dann für das Theologiestudium eingeschrieben. Bereut habe ich das nie, auch wenn mein Lebensstil nun wieder ein anderer ist. Das Privileg, noch einmal studieren zu dürfen, wiegt das locker auf. Um meinen Unterhalt zu finanzieren, unterrichte ich an der Oberstufe, zudem bin ich Tutor an der Fakultät. Dank eines Darlehens der Eltern komme ich dann über die Runden.

Die Uni gibt mir ein solides theologisches Fundament. Daneben suche ich aber auch die kirchliche Erfahrung: Ich bin in Bubikon, passend zu meiner beruflichen Vergangenheit, Personalverantwortlicher der Kirchenpflege. Wenn es die Zeit zulässt, helfe ich auch gerne als Lektor oder im Unti aus. Theologie ohne Kirche oder Kirche ohne Theologie – das kann ich mir für mich nicht vorstellen. Mit Themen aus diesen Bereichen beschäftige ich mich auch in einem kleinen Blog (www.retostuder.ch). Das Schreiben zwingt mich, meine Ideen und Argumente besser zu durchdenken. Aber ich hoffe natürlich auch, dass die Texte gelesen werden.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich alle diese Aktivitäten unter einen Hut bringe. Ich bin sicher gut strukturiert. Vor allem aber trenne ich Berufliches und Privates kaum: Wenn mich etwas interessiert, engagiere ich mich dort eben auch. So sind die Grenzen zwischen Pflicht und Musse fliessend. Ausserdem kann ich beim Musikhören bestens auftanken.

Die eigentliche Herausforderung ist eher das Wechseln zwischen den verschiedenen Rollen: Student, Vorgesetzter als Kirchenpfleger, Lehrer von Jugendlichen, Kommunikator beim Bloggen. Meistens klappt das ganz gut. Das Engagement an verschiedenen Orten ist sicher keine schlechte Vorbereitung auf eine Arbeit im kirchlichen Bereich, beispielsweise auf das Pfarramt. Die Praktika im nächsten Jahr werden zeigen, ob das Pfarrersein in Frage kommen kann.

(Erschienen in: “Reformierte Presse”, Nr. 50, 16.12.2011, S. 16; Autor: Herbert Pachmann)

K.

By , 14/12/2011 06:44

Wieder reden sich alle den Mund fusselig: Ist die K. mathematisch auszulegen? Oder inhaltlich? Womöglich, gutdemokratisch, beides ein bisschen und nichts zu sehr? Zwar entweder das eine oder andere, aber erst beim nächsten oder übernächsten Mal? Wir Theologen wissen fraktionsübergreifend: Es gibt nur eine richtige Antwort. Die K. war, ist und bleibt alphabetisch!

Kirchenvorbote

By , 10/12/2011 18:51

Die Wege des Herrn sind unergründlich, sagt man – und es stimmt. Denn: Auch wenn ich mich schon seit jeher mit existenziellen Fragen befasse und als Heranwachsender im Ten Sing meiner damaligen Wohngemeinde aktiv war, die intensive Auseinandersetzung mit Glaubensfragen kam erst ungefähr 2004 auf (das wäre auch einmal ein interessantes Thema). Mir ist aber kürzlich eingefallen, dass ich bereits zwei Jahre zuvor, im Herbstsemester 2002/03, in einem Proseminar meines zweiten Nebenfachs Geschichte, das sich den 1968er Unruhen widmete, die entsprechende Berichterstattung im “Kirchenboten” (heute: “reformiert”) der Jahrgänge 1968 und 1969 untersucht hatte. Was mich, einen mehr oder weniger aus der Kirche hinauskonfirmierten Studenten der Publizistikwissenschaften, zur Wahl dieses Quellenmaterials bewogen hat? Ich weiss es nicht. Gewiss, wegen meines Hauptfachs dürfte ich geschaut haben, dass ich auch in den Nebenfächern “etwas mit Medien machen” konnte. Aber weshalb habe ich hierfür ausgerechnet ein Kirchenblatt ausgewählt? Keine Ahnung. Im Nachhinein kann ich dies nur als leisen Vorboten und stillen Advent dessen werten, was mich heute explizit, im Wieder-Studium, privat und im Ehrenamt, beschäftigt.

Einen ebenso stillen, aber gewissen dritten Advent wünsche ich allen Leserinnen und Lesern!

Die Proseminararbeit förderte übrigens – wer hätte etwas Anderes erwartet? – keine bahnbrechenden Erkenntnisse zutage. Nach der Darstellung und Auswertung des Quellenmaterials kam ich auf der letzten Seite zu folgendem Fazit (hier nur auszugsweise wiedergegeben): “Die Berichterstattung in den untersuchten Ausgaben des ‘Kirchenboten’ über die Studentenunruhen umfasste lediglich zwei längere Artikel. Allerdings handelt es sich bei einem der Texte um eine früh angekündigte und stark ins Zentrum gestellte Titelgeschichte, die sich intensiv mit dem Phänomen der 68er Bewegung auseinandersetzte. Dabei hatte vor allem der damalige Stadtpräsident von Zürich, Sigmund Widmer, die Gelegenheit, sich zu den Vorfällen im Frühling und Sommer des Jahres 1968 zu äussern. Auch wurden auf einer ganzen Seite Leserbriefe zum Thema abgedruckt, wobei viele verschiedene Meinungen berücksichtigt wurden. Die Redaktion des ‘Kirchenboten’ äusserte sich nicht namentlich, sondern stellte ihre Zeitung gewissermassen als Forum zur Verfügung.”

So fern, so nah – zum Adventsbeginn

By , 27/11/2011 00:05

Am vergangenen Montag strahlte die ARD eine herausragende Fernseh-Dokumentation aus: “So nah am Tod – Afghanistan im zehnten Kriegsjahr”, realisiert von Ashwin Raman. Der Film hat mich tief beeindruckt. Auf Polemik und Wertungen verzichtend, beschränkt er sich darauf, Fragen aufzuwerfen – Fragen, die er, was selten geworden ist: den Zuschauer, mich, ernst nehmend, nicht beantwortet. Das ist brutal und verstörend und liess mich um 23.30 Uhr nicht mehr so leicht in den Schlaf sinken. Recht so.

Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang das Buch “Feldpost – Briefe deutscher Soldaten aus Afghanistan”. Gegen den Widerstand der Bundeswehr-Führung hat die “Süddeutsche Zeitung” es im vergangenen Jahr gewagt, in einer Ausgabe ihres wochenendlichen “SZ-Magazins” Briefe, E-Mails und SMS in Afghanistan stationierter Bundeswehr-Angehöriger abzudrucken; das Buch, 2011 erschienen, ist eine Zusammenstellung dieser weitgehend trivialen und gerade deshalb urmenschlichen Texte. Auch hier bleibt die Einordnung dem Einzelnen überlassen. Die Herausgeber klammern die Frage nach dem politischen Sinn des Militäreinsatzes explizit aus; es geht ihnen, das zeigen die ausgewählten Texte eindrücklich, einzig und allein um die individuelle Dimension des Krieges für die Dienstleistenden der deutschen Armee, die fernab ihrer Heimat überleben müssen. (Für den “Magazin”-Beitrag, der übrigens online verfügbar ist, erhielten die Verantwortlichen einen Henri-Nannen-Preis. “Eine ferne Front ist plötzlich ganz nah” – so schloss die Begründung der Jury. Ich schliesse mich dem an.)

Passend zum heutigen 1. Advent, dem Beginn der Vorweihnachtszeit, zitiere ich aus dreien der Feldpost-Briefe, die sich um Advent und Weihnachten drehen:

“Am Flughafen von Masar-i-Scharif begrüsst uns im Wartebereich der erste Weihnachtsbaum in diesem Jahr. Im Wartezelt läuft im Fernsehen gerade ‘Der perfekte Urlaub’. Es ist schon komisch, da zu sitzen und anderen Leuten beim Urlaub auf Ibiza zuzusehen, während sich Bulgaren, Schweden und Amerikaner über die Vorzüge und Nachteile ihrer Waffen austauschen.”

“Am weihnachtlichsten war es vermutlich heute früh. Ich sass im Cockpit in der Transall aus Masar-i-Scharif, als der Pilot im Anflug auf Kabul zweimal die Flares ausgelöst hat: Das sind Tausende heisser Stanniolstreifen, die aus den Tragflächen fallen und anfliegende thermische Raketenköpfe ablenken sollen. Da wird einem zwar mulmig, es sieht aber aus wie Wunderkerzen!! Die Transall als Christbaum, ganz herrlich!!”

“Ich öffne meine Geschenke und falle erst mal in ein Loch. Man merkt wieder mal wirklich, dass man bewaffnet in einer Art Bunker sitzt und alle, die einem etwas bedeuten, 5000 Kilometer entfernt sind. Später versammeln wir uns in unserem Kaffeeraum, um ein wenig zu feiern. Es gibt das Übliche und einen Haufen Alkohol. Wir öffnen ein paar Flaschen und sinnieren über Weihnachten. Gegen 22 Uhr gehen wir zur Christmette. Okay, ich bin kein Kirchgänger, aber es hat sich gelohnt. Weihnachtslieder, ein paar weihnachtliche Worte und etwas Ruhe. Nach der Mette schnappe ich mir eine AWCC-Karte und fange an rumzutelefonieren. Ich wecke zwar alle auf, aber alle sind froh, mich zu hören. Und zu wissen, dass ich heil und gesund bin. Gegen 24:00 Uhr ist der Tag für mich gelaufen.”

(Aus: Baumann, M./Langeder, M./Much, M./Obermayer, B./Storz, F. [Hg.]: Feldpost – Briefe deutscher Soldaten aus Afghanistan, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2011, S. 177/182/183)

In diesem Sinne: eine frohe, vor allem aber friedliche Adventszeit allen Leserinnen und Lesern, wo immer Sie sich, geographisch, im Leben, in Gedanken, befinden. Wir steuern in diesen Tagen auf ein Licht zu, das verdient hat, “freundliches Feuer” genannt zu werden. Diese Art freundlichen Feuers – und viel Rückendeckung – wünsche ich ganz besonders auch den Soldaten in Afghanistan und anderswo. Mögen sie unversehrt an Leib und Seele zurückkehren.

In deiner Sprache: “nur in an anderen Bett”

By , 24/11/2011 17:58

Dreimal habe ich ihn in Zürich erleben dürfen, zuletzt erst am 24.3. dieses Jahres: den österreichischen Liedermacher, Sprachkünstler und Poeten Ludwig Hirsch. Seine Musik, seine Geschichten begleiten mich seit gut zehn Jahren durch das Leben – zumeist in feine Worte und zarte Melodien gewickelte Morbiditäten, hinter denen doch, es ist kein Widerspruch, ein lautes Ja! zum Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, steht:

“In deiner Sprache, wie sagt man da ‘Leben’?
Sagt man da auch: ‘Er da oben hat’s gegeben’?
Der Jammer is nur, er nimmt’s wieder furt,
das Schlitzohr, das alte, borgt es uns nur.”
[1]

Nun erfahre ich, seit einigen Tagen einen Eintrag dazu andenkend, dass seine unbeschwerte Lebens- und Lebensendsicht uns Theologen und Kirchenpraktikern in mancherlei Hinsicht gut stehen könnte und zumindest mich immer wieder inspiriert – dass Hirsch aus dem Leben geschieden ist.

Ich bin erschüttert. Gewiss, die Welt dreht sich weiter, “die kunterrunde, kugelbunte”. [2] Aber heute ist sie dunkelgrau.

[1] Aus: “In deiner Sprache”, Text und Musik: Ludwig Hirsch, Rechte: Edition Scheibmaier, Wien; zu finden auf dem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1991, als hymnisches Walbauch-Intermezzo eingewoben zwischen die beiden Hälften eines, Theologen: aufgepasst!, Jona-Krachers (“Jonas 1” bzw. “Jonas 2”). Auch die Titelzeile dieses Eintrags ist diesem Lied entnommen:
“Und doch schön zu spüren, dass niemals was stirbt
und das Wort ‘Tod’ nie das letzte sein wird.
Der Tod is ein Seitensprung, mehr a scho ned:
Du schlafst ein und wachst auf, nur in an anderen Bett.”

[2] Aus: “Ich liebe dich”, Text und Musik: Ludwig Hirsch, Rechte: Edition Scheibmaier, Wien – zu finden auf dem Album “Perlen (vor die Säue)” von 2002.

“On’y a piece of a big one…” – zum Ewigkeitssonntag

By , 20/11/2011 16:00

Es gibt Schriftsteller, die mit Kritikerpreisen hochdekoriert sind – und die doch lesbar schreiben. Und deren Werken, Pflichtstoff jeder weiterführenden Schule, kein Unterricht der Welt etwas anhaben kann, weil sie auch ohne Auszeichnungen ausgezeichnet wären – und sämtliche übermotivierten Lesehinweise und Interpretationsversuche wohlmeinender Lehrer sie nicht berühren. So ein Schriftsteller ist John Steinbeck, so ein Werk ist sein Monumentalroman “Grapes of Wrath”. [1]

Darin schildert Steinbeck die Geschichte der Joads, die ihre Heimat Oklahoma verlassen, um als Wanderarbeiter ihr Glück in Kalifornien zu suchen – wo sie schliesslich doch nur Elend und Ausbeutung finden. Steinbeck konnte hierbei auf die Ergebnisse von Recherchen zurückgreifen, die er für eine (dokumentarische) Artikelserie für die “San Francisco News” zu ebendiesem Thema angestellt hatte. So erzählt er zwar die Geschichte einer fiktiven Familie – dies aber durch und durch realistisch. [2]

Für “Grapes of Wrath” erhielt Steinbeck 1940 den Pulitzerpreis; im selben Jahr wurde der Roman von John Ford hochklassig verfilmt. 1962 folgte der Literatur-Nobelpreis für das Gesamtwerk.

Das Zitat, das ich ausgewählt habe, entstammt einem der letzten Kapitel des Buchs. Tom Joad, zweiter Sohn der Familie Joad und Hauptfigur des Buchs, ist auf der Flucht vor der Staatsgewalt, nachdem er im Affekt den Mörder seines Freundes Jim Casy, eines ehemaligen Predigers, umgebracht hat – und sagt seiner Mutter Lebewohl.

“You don’t aim to kill nobody, Tom?”
“No, I been thinkin’, long as I’m a outlaw anyways, maybe I could – Hell, I ain’t thought it out clear, Ma. Don’ worry me now. Don’ worry me.”
They sat silent in the coal-black cave of vines. Ma said, “How’m I gonna know ’bout you? They might kill ya an’ I wouldn’t know. They might hurt ya. How’m I gonna know?”
Tom laughed uneasily, “Well, maybe like Casy says, a fella ain’t got a soul of his own, but on’y a piece of a big one – an’ then – ”
“Then what, Tom?”
“Then it don’t matter. Then I’ll be aroun’ in the dark. I’ll be ever’where – wherever you look. Wherever they’s a fight so hungry people can eat, I’ll be there. Wherever they’s a cop beatin’ up a guy, I’ll be there. If Casy knowed, why, I’ll be in the way guys yell when they’re mad an’ – I’ll be in the way kids laugh when they’re hungry an’ they know supper’s ready. An’ when our folks eat the stuff they raise an’ live in the houses they build – why, I’ll be there. See? God, I’m talkin’ like Casy. Comes of thinkin’ about him so much. Seems like I can see him sometimes.”
“I don’ un’erstand’,” Ma said. “I don’t really know.”
[3][4]

(Aus: John Steinbeck, Grapes of Wrath, Penguin Books, New York 1992, S. 495)

Eine interessante, tröstliche Vorstellung, “a fella ain’t got a soul of his own, but on’y a piece of a big one”… So bleibt immer etwas, von jedem, der gegangen ist: von seinen Taten, seinem Denken, seinem blossen Dasein. Darauf will ich heute, am Ewigkeitssonntag, hoffen – ehe vielleicht schon morgen die Zweifel von Mutter Joad sich melden. [5]

[1] Wollte ich nicht auf ein bestimmtes Zitat aus diesem Roman (1939 erschienen; dt. “Früchte des Zorns”) hinzielen, so könnte ich mit bestem Gewissen auch “Of Mice and Men” (1937; “Von Mäusen und Menschen”) empfehlen, das ein ähnliches Thema behandelt. Oder “In Dubious Battle (1936; “Stürmische Ernte”). Oder “East of Eden” (1952; “Jenseits von Eden”. Oder…
[2] So realistisch-packend übrigens, dass ich den Roman bei der ersten Lektüre, ungefähr 2001, nicht nur zu Hause und im ÖV las, sondern ihn auch für die Fussmärsche dazwischen nicht wegpacken wollte. So ging ich also, nicht nach links, nicht nach rechts schauend, höchstens hin und wieder über den oberen Buchrand nach vorne lugend – und sog das Buch regelrecht auf.
[3] In der deutschen Übersetzung:
“Aber Du willst doch keinen umbringen, Tom?” – “Nein. Ich habe gedacht, wo ich doch sowieso ‘n Verbrecher bin, könnte ich vielleicht… Ach, ich hab’ es noch nicht zu Ende gedacht, Mutter. Lass mich nur machen.” Sie sassen still in ihrer schwarzen Höhle. Mutter sagte: “Aber wie soll ich denn wissen, wo du bist? Vielleicht machen sie dich tot, und ich weiss es nicht. Vielleicht schlagen sie dich. Wie soll ich das denn dann wissen?” Tom lachte verlegen: “Ich denke mir, wie Casy sagt, keiner hat ‘ne eigne Seele und ist nur ‘n Stück von der grossen – und dann.” – “Und dann was, Tom?” – “Dann ist’s egal. Dann bin ich überall – überall, wo du hinsiehst. Wo’s ‘ne Prügelei gibt, damit die Hungrigen was zu essen kriegen, bin ich dabei. Wenn einer von ‘nem Bullen geschlagen wird, bin ich dabei. Wenn Casy das wüsste. Ich bin dabei, wenn welche schreien, weil sie wild und wütend werden – und ich bin dabei, wenn Kinder lachen, wenn sie Hunger haben und wissen, es gibt gleich was zu essen. Und wenn unsre Leute das essen, was sie selber gebaut haben, und in Häusern leben, die sie selber gebaut haben – dann bin ich dabei. Verstehst du? Gott, ich rede schon wie Casy. Das kommt, weil ich so viel an ihn gedacht habe. Manchmal ist es, wie wenn ich ihn sehe.” – “Ich versteh’ es nicht”, sagte Mutter. “Und ich weiss nicht, was du willst.” (Aus: John Steinbeck, Früchte des Zorns [ins Deutsche übertragen von Klaus Lambrecht], Deutscher Taschenbuch Verlag, 13. Auflage, München 2001, S. 491f.)

[4] Bruce Springsteen hat sich von “Grapes of Wrath” inspirieren lassen und 1995 das grossartige akustische Album “The Ghost of Tom Joad” veröffentlicht, dessen Texte, der Titel verrät es, im Geiste Tom Joads – oder John Steinbecks? – geschrieben sind. Toms oben zitierter Monolog (“I’ll be ever’where…”) wird im Titelstück beinahe wörtlich wiedergegeben.
[5] Das darf man doch als Gläubiger: glauben und zweifeln. Nicht?

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