Category: Kirchenpolitik

Fraktiönligeist im Rathaus

By , 21/09/2011 12:32

In der Medienmitteilung über die konstituierende Synodalsitzung von gestern ist mir ein kleiner Nebensatz besonders aufgefallen: Offenbar konnten es sich einzelne Synodale nicht verkneifen, dafür zu votieren, “dass die Kandidatinnen und Kandidaten vor den Wahlen ein persönliches Profil abgeben sollten, wenn man sich nicht schon vorher für die Fraktionszugehörigkeit entscheiden müsse”.

Ein kleiner, aber nicht unwichtiger Nebensatz, den ich kommentieren möchte, als ehemaliger Kandidat wie auch als Stimmbürger: Ich kenne die Forderung nach einer Absichtserklärung zur Fraktionswahl – sie ist weiter verbreitet, als es in der Medienmitteilung den Eindruck macht. Auch mir gegenüber haben mehrere Alteingesessene im Zuge meiner Kandidatur gesagt (und dies durchaus verständnislos-stämpfelnd), ich solle mich outen, also entscheiden und kommunizieren, welcher Fraktion ich, sollte ich gewählt werden, beizutreten gedenke. Diese Forderung ist ist im Grunde nicht unberechtigt. Als Stimmbürger möchte ich ja wissen, wen ich in die Synode wähle.

Die Neo-Synodalen dürfen den Ball meiner Meinung nach aber guten Gewissens an die Fraktionen zurückspielen. Schaffen es die Fraktionen denn, sich ausserhalb der Synode, in der weiteren Kirchenlandschaft – bei Kandidierenden wie Stimmbürgern –, bekannt zu machen? Versuchen sie es überhaupt? Meine Antwort ist in beiden Fällen ein bestimmtes Nein.

Auf welcher Grundlage soll man sich dann aber als Neu-Kandidierender, der den Synodalbetrieb nicht kennt, für die passende Fraktion entscheiden können? Und was mache ich als durchschnittlich interessierter Stimmbürger mit Fraktionsangaben, die mir – ja: auch mir! – selbst nach einer Online-Recherche herzlich wenig sagen?

Klar, es gibt für beide, Kandidat wie Stimmbürger, die Möglichkeit, im Vorfeld der Wahl per E-Mail Erkundungen bei den verantwortlichen Personen einzuholen. Just dies habe ich als damaliger Kandidat denn auch getan: Ich erbat bei den vier Fraktionspräsidenten Informationen zu den von ihnen angeführten Fraktionen – und erhielt beinahe ausschliesslich nichtssagende Auskünfte im typischen “Kirchensprech”. Auf meine Frage nach konkreten Anliegen, die von den jeweiligen Fraktionen im Laufe der vergangenen Legislaturperiode in die Synode eingebracht wurden und allenfalls durchgesetzt werden konnten, wurde nicht eingegangen. Als löbliche Ausnahme ist Pfr. Matthias Reuter, der Präsident der religiös-sozialen Fraktion, zu nennen, mit dem ich einen interessanten E-Mail-Austausch hatte.

Die Situation ist also die folgende: Bei den Fraktionen handelt es sich im Grunde um innersynodale Arbeitsgrüppli, die weder ausserhalb des Kirchenparlaments bekannt sind noch sich im Austausch mit potentiellen Mitgliedern auskunftsfreudig zeigen. Eine offene Berichterstattung seitens der Fraktionen über die Legislatur-Arbeit gibt es nicht – von keinem einzigen Kandidaten habe ich einen differenzierten Rückblick über dessen Arbeit in der Synode gelesen.

Während Altgediente sich also nicht rechtfertigen müssen, sollen sich neu Kandidierende für eine der vier Black-Box-Gruppierungen (oder ein “Profil”) entscheiden, bevor sie deren Arbeit überhaupt kennen. Und die Stimmbürger sollen dann anhand nichtssagender Absichtserklärungen eine Fraktion und also deren Kandidaten einschätzen können?

Wenn es wirklich ein Anliegen der Synode sein sollte, von der Personenwahl wegzukommen – wer am meisten Leute in seinem erweiterten Bekanntenkreis mobilisieren und allenfalls den Zusatz “bisher” hinter seinem Namen zu Markte tragen konnte, wurde bisher in der Regel gewählt -, dann wäre es an den einzelnen Synodalen, den Fraktionen und allenfalls sich daraus ergebenden aussersynodalen Gruppierungen, sich der Kirchenöffentlichkeit zu stellen: mit Podien und regelmässigen, online verfügbaren Berichten aus dem Tagesgeschäft – und mit Informationen zu den Fraktionen, die wirklich etwas aussagen. Deren Bezeichnungen allein reichen sicher nicht aus: Was genau soll sich ein theologischer Laie vorstellen unter religiös-sozial (“sind wir nicht alle sozial?”), evangelisch-kirchlich (“sind wir nicht alle evangelisch und in der Kirche?”), liberal (“sind wir Reformierten nicht sowieso liberal?”) und, hier ist auch jeder theologisch Gebildete ratlos, Synodalverein?

Nicht falsch verstehen: Diese Bezeichnungen mögen alle ihre Geschichte und ihre Berechtigung haben. Es ist aber an den einzelnen Fraktionen, sich in der breiteren Kirchenlandschaft bekannt zu machen, bevor sie Forderungen an Neo-Synodale stellen.

Zur neuen Amtszeit der Synode

By , 21/09/2011 11:13

Gestern, am 20.9.2011, hat sich die Kirchensynode des Kantons Zürich in ihrer neuen Zusammensetzung konstituiert. Allen Synodalen und Kirchenräten, alten wie neuen, wünsche ich, dass nicht nur sie Freude an der Arbeit haben, sondern auch die Weisheit: an ihnen und ihrem Tun (Spr 8,22-31).

Ich werde sie, als gesetzgebende bzw. ausführende Kräfte in “meiner” Kantonalkirche, auch in Zukunft aus der Distanz beobachten.

O heilige Vielfalt!

By , 11/09/2011 19:05

Noch eine Woche – dann nimmt die vorlesungsfreie Zeit ein Ende. Bei mir beginnt das fünfte Semester des Theologiestudiums. Rückblickend stelle ich fest: Schneller sind zwei Jahre noch nie vorbeigegangen in meinem Leben! Es gab bisher keinen Grund für einen ungeduldigen Blick auf die Uhr: Theologie beschäftigt ganz gut. Und ich glaube, sie hält, geistig zumindest, einigermassen jung.

Der Blick in die Hörsaalreihen wird auch im neuen Semester wieder zeigen: Die Vielfalt unter den Studenten ist gross. Als ich noch Publizistik studierte, im Erststudium, musste ich feststellen, dass Sozialwissenschafter sich zwar gerne unkonventionell geben, genau darin bisweilen aber austauschbar sind; der grosse Reinhard Mey prägte hierfür den Begriff der “Nonkonformisten-Uniform”. Die Unterschiede jedenfalls, die Lebensentwürfe und Geisteshaltungen betreffen, scheinen mir unter den Theologiestudenten ein Vielfaches grösser. (Kein Grund für Selbstgerechtigkeit allerdings: Es gibt ja, Achtung: Euphemismus!, nicht nur “horizontale”, sondern auch “vertikale” Unterschiede!)

Die Vielfalt liegt sicher auch darin begründet, dass ein Grossteil der Theologiestudenten das sprichwörtliche “gerüttelt Mass” Lebens- und Berufserfahrung mitbringt: Zweitstudien und andere “Umwege” sind keine Seltenheit, so dass für manchen, der die Theologische Fakultät zum ersten Mal besucht, nicht auf den ersten Blick ersichtlich wird, wer die Bachelorarbeit noch vor sich – und wer die Habilitation längst hinter sich hat. Nicht nur, aber auch.

Diese Vielfalt gibt es auch in der theologischen Praxis, d.h. innerhalb der Pfarrschaft: kaum ein Zeitungsartikel über einen Pfarrer, in dem sich die (immer positiv gemeinte) Feststellung findet, dass das beschriebene Objekt “kein typischer Pfarrer” sei. “Der typische Pfarrer” ist ein Phantom.

Eindrücklich gezeigt hat sich mir dies ganz konkret im laufenden Jahr. Als Präsident der Pfarrwahlkommission in meiner Kirchgemeinde hatte ich, wie meine dreizehn Kolleginnen und Kollegen in der Kommission, mit zahlreichen Bewerbern zu tun. Sie alle hatten Theologie studiert – bis auf einen selbsternannten Prediger, der sich denn auch gleich zweimal mit demselben Schreiben an mich wandte -, sind ordiniert und interessierten sich für die offene Pfarrstelle am Ort. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. (Heute hat die Kirchgemeindeversammlung unseren Wahlvorschlag gutgeheissen.)

Die “heilige Vielfalt” unter uns Theologiestudenten und Jungtheologen macht die Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer nicht einfach: Wir stehen alle an einem anderen Ort. Das Konkordat der Deutschschweizer Kantonalkirchen, welches die praktische Ausbildung, d.h. unsere Vorbereitung auf das Pfarramt, übernimmt, ist diesbezüglich sicher nicht zu beneiden. Aber mit etwas gutem Willen liessen sich sicher Modelle finden, welche die unterschiedlichen Erfahrungshorizonte von uns Studenten angemessen berücksichtigen – so viele sind wir ja nicht. Ob das Konkordat dies tut und inwiefern das Konkordat und die Zürcher Landeskirche sich für “ihre” Studenten interessieren und einsetzen – voraussichtlich im Herbstsemester 2012/13, wenn ich die landeskirchlich organisierte praktische Ausbildung aufnehme, werde ich dies erfahren.

“Gesangbücher digital”: jetzt ins Netz damit!

By , 07/09/2011 17:02

Wer, wie ich, die Gesangbuch-Standards, die Evergreens an der Oberfläche, kennt, das etwas tiefer versteckte Liedgut aber nicht, kann, falls er dies ändern möchte, aufatmen: Im Frühling 2011 erschienen die “Gesangbücher digital”. Diese enthalten, auf einer einzigen DVD, digitale Ausgaben der Gesangbücher der reformierten und der katholischen Kirchen der Schweiz (Texte, Notensätze) und ermöglichen dem Nutzer unter anderem, sich die 2000+ Lieder direkt am Computer anzuhören. Ein grossartiges Angebot eigentlich, das der Friedrich Reinhardt Verlag im Auftrag der reformierten und katholischen Landeskirchen produziert hat. Als Theologiestudent mit Verbesserungspotential im Liturgischen könnte ich so nach Lust und Laune und im eigenen Tempo das Liedgut kennenlernen, das einen ansehnlichen Teil des gar nicht so wortlastigen reformierten Gottesdiensts ausmacht.

“Könnte”? Ja. Leider – leider für mich – haben die Herausgeber den Schritt ins Digitale nicht mit letzter Konsequenz vollzogen. Für eine DVD jedenfalls, die mich an ein CD-Laufwerk bindet und die notabene nur für Windows programmiert ist, scheint mir der Preis von 350 Franken überrissen.

Nicht falsch verstehen: Es steckt grosse Arbeit hinter den “digitalen Gesangbüchern”. Dies darf und soll in die Preisbildung einfliessen. Vielleicht ist das, was einem geboten wird, das viele Geld sogar wert. Aber in dieser Form? Wären die Lieder auf einem Onlineportal abgelegt und über einen kostenpflichtigen Account abrufbar, und könnte man sich auch die Tonspuren online, also unabhängig von einem Datenträger, anhören, vielleicht sogar herunterladen – ich wäre gerne bereit, mir einen solchen Account zu leisten. Wer weiss: Vielleicht wird eine solche www-Variante bei Gelegenheit nachgereicht?

Bis dahin werde ich mich, wenn ich einen ersten Eindruck von mir unbekannten Liedern bekommen möchte, weiterhin mit den übersteuerten Amateuraufnahmen lokaler Chöre auf YouTube zufrieden geben müssen.

Wenn der Jurist den Laden schmeisst…

By , 06/09/2011 17:37

Als Leiter der Pfarrwahlkommission hier in Bubikon hatte ich jüngst im Auftrag eines kantonsfremden Bewerbers bei unserer Kantonalkirche eine Auskunft einzuholen. Es ging um eine eigentlich ganz simple Frage: “Besteht ein Anspruch auf Weiterbildung – und wo ist dieser geregelt?” Für einen Bewerber, der ausserhalb unseres Kantons tätig ist, kann dies ein durchaus relevantes Kriterium sein, denn solcherlei Angelegenheiten sind, dem mir sehr lieben Föderalismus sei Dank, von Landeskirche zu Landeskirche anders geregelt. Da ist es legitim, als Stellenbewerber die verschiedenen Bedingungen miteinander zu vergleichen. Ich war also gerne bereit, mich bei der Zentrale in Zürich zu erkundigen.

Die Anfrage ging per E-Mail an den Kirchenratsschreiber, Alfred Frühauf, der mir in sämtlichen Angelegenheiten, welche die Pfarrwahlkommission betrafen, stets hilfreich zur Seite stand. Frühauf liess mich wissen, wer seiner Meinung nach zuständig ist, und kopierte die entsprechende Person gleich in die Antwort ein. Nun lag meine Anfrage bei der Verantwortlichen für die Personaladministration Pfarrschaft, Esther Oberli. Anders als sonst, konnte mir allerdings auch diese nicht helfen: Sie verwies mich an den Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer, Thomas Schaufelberger. Dessen Antwort kam postwendend: Für rein zürcherische Belange sei er nicht zuständig – da müsse ich mich an Denise Schlatter-Hosig wenden, die in der Abteilung Personalentwicklung der Zürcher Pfarrschaft tätig ist. Also noch einmal ein E-Mail verschickt… Und tatsächlich: Schlatter-Hosig konnte meine Fragen relativ allgemein beantworten. Meine Bitte um das Reglement, das es, wie ich mittlerweile durch eigene Recherche herausgefunden hatte, geben musste, blieb jedoch unbeantwortet. Und online war die “Verordnung zur Regelung der Fortbildung von Pfarrern und Pfarrerinnen vom 24. Oktober 1984”, um die es ging, nicht verfügbar. Abschliessend helfen konnte mir schliesslich – wie so häufig in meiner Kirchenpfleger-Karriere – die Allzweckwaffe der Kantonalkirche: deren Chefjurist Dr. Martin Röhl.

Bleibt die Frage, ob es wirklich die Aufgabe von ehrenamtlich tätigen Behördenmitgliedern sein kann, bei insgesamt fünf Mitarbeitern einer personell und finanziell ganz gut ausgestatteten Zentrale anzuklopfen, bevor eine Frage befriedigend beantwortet ist. In einer Angelegenheit noch dazu, welche definitiv in die Zuständigkeit der Kantonalkirche fällt: Sie ist es nämlich, welche die Pfarrerinnen und Pfarrer anstellt – nicht die Kirchgemeinden.

In dieser Angelegenheit fühlte ich mich entfernt an das Haus, das Verrückte macht, bekannt aus “Asterix erobert Rom”, erinnert. Einen Unterschied gibt es dann aber doch: Während die beiden gallischen Bittsteller auf der Suche nach dem Passagierschein A38 einfach den Spiess umdrehen und die Angestellten der römischen Präfektur in den Wahnsinn treiben (was nicht einmal ich auf unsere Kantonalkirche applizieren wollte!), sorgt in Zürich Dr. Martin Röhl für das beruhigende Happy End – immer wieder.

Wie die kirchlichen Kursangebote ausschliessen

By , 27/05/2011 17:32

Immer wieder ist die Rede davon, dass die Kirche überaltert und “verweiblicht” sei, vor allem im Bereich der Diakonie und der Pädagogik, und dass dies Auswirkungen habe auf das Programm und entsprechend die Beteiligung von Jungen und Männern an kirchlichen Angeboten. Diese Einschätzung teile ich, und ebenso bin ich der Ansicht, dass diese Tatsache, die sich in Zukunft noch verstärken dürfte, fatal ist.

Nun kann man der jüngeren Generation und den Männern vorhalten, dass zunächst sie selbst es sind, die daran etwas ändern könnten – zurecht, denn Junge ziehen Junge an, Männer ziehen Männer an, also müssen halt “nur” ein paar Junge und ein paar Männer den Anfang machen und die Kirche so gestalten, dass sie ihnen zusagt (wobei ich mir bewusst bin, dass dies eine pauschale Aussage ist). Ebenso richtig ist es, dass weder Junge noch Männer explizit vom kirchlichen Engagement ausgeschlossen sind.

Dass sie es implizit (oder “strukturell”) sind, zeigt das neue “Kursbuch für Kirchgemeinden”, das diese Woche an Mitarbeiter und Behördenmitglieder der Zürcher Landeskirche versandt wurde. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, diejenigen Kursangebote herauszusuchen, welche in den weiblich dominierten Handlungsfeldern “Diakonie und Seelsorge” sowie “Bildung und Spiritualität” angeboten werden, sich explizit an Freiwillige und/oder Inhaber von Niedrigpensen richten – und tagsüber und unter der Woche stattfinden:

Diakonie und Seelsorge
Menschen mit Demenz begegnen: ein ganzer Donnerstag, 9.00-16.00
Besuchsdienst-Tagung: ein Dienstag, Montag oder Mittwoch, 9.00-16.00
Einführungsdienst für den Besuchsdienst: vier Mittwochnachmittage, 14.00-17.00
Reden, zuhören, verstehen: drei Donnerstagmorgen, 9.00-12.00
Mitgefühl als Kraftquelle: ein Dienstag, 9.00-17.00
Lebensspuren entdecken: drei Montagmorgen, 9.00-12.00
Kreatives Schreiben: drei Dienstagmorgen, 9.00-12.00
Konfliktbewältigung und Vergebung: drei Donnerstagmorgen, 9.00-12.00
Umgang mit versteckten Wünschen und Bedürfnissen: drei Mittwochnachmittage, 14.00-17.00
Fragen – schweigen – antworten: drei Donnerstagmorgen, 9.00-12.00
Abschied und Trauer: zwei Dienstage, 9.00-16.30
Für sich sorgen und für andere da sein: ein Freitag, 9.00-17.00
Die Kunst, Gespräche zu führen, die wirklich helfen: drei Mittwochnachmittage, 14.00-17.00
Spielend Lebensfreude schenken: ein Donnerstag, 9.00-17.00
Seminar für Freiwillige im sozialen Bereich (Jahreskurs): ein bis zwei Halbtage pro Woche

Bildung und Spiritualität
Ausbildung Eltern-Kind-Sing-Leiter/in: vier Freitage/Samstage, 14.15-18.45 bzw. 9.15-16.45
Frischer Wind im Liederblätterwald: ein Montagmorgen, 9.15-11.15
Geschichten erzählen mit dem Kamishibai: ein Mittwochmorgen, 8.30-11.30
Was Eltern-Kind-Singen mit der Kirchgemeinde zu tun hat: ein Mittwochmorgen, 9.15-11.15
Singen und Musizieren (Grundmodul der katechetischen Ausbildung): ein Dienstag, 8.30-16.15, und zwei Dienstagmorgen, 8.30-11.45
Feiern (dito): ein Dienstag, 8.30-16.45, und drei Dienstagmorgen, 8.30-11.45
Theologie (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15, drei Freitagmorgen, 8.30-11.45
Entwicklungspsychologie (dito): zwei Dienstage, 8.30-16.15, und zwei Dienstagmorgen, 8.30-11.45
Pädagogik/Didaktik (dito): zwei Dienstage, 8.30-16.15, und fünf Dienstagmorgen, 8.30-11.45
Glaube in Vielfalt – kirchliches Umfeld (dito): ein Freitag, 8.30-16.15, und sechs Freitagmorgen, 8.30-11.45
Methodik (dito): vier Dienstage, 8.30-16.15, und vier Dienstagmorgen, 8.30-11.45
Eltern und Familie im rpg (dito): zwei Freitage, 8.30-16.45
Kirchenjahr (Wahlpflichtmodul der katechetischen Ausbildung): zwei Freitage, 8.30-16.15
Integrative Förderung (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15
Symboldidaktik (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15
Jugendgottesdienst (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15
Theaterpädagogik (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15
Liedrepertoire rpg (dito): zwei Freitage, 8.30-16.15
Themen in minichile und 3.-Klass-Unti (Aufbaumodule der katechetischen Ausbildung): jeweils fünf Donnerstage, 8.30-16.15
Themen in Club 5 und JuKi (dito): jeweils fünf Donnerstage, 8.30-16.15
Staunend der Schöpfung begegnen: zwei Donnerstage, 9.00-13.00
So viele Fragen stellt das Leben: ein Freitag, 15.30-19.00
Einführungsnachmittag in die Kampagne 2012 “Brot für alle/Fastenopfer”: ein Mittwochnachmittag, 14.00-17.00
Das rpg wissenschaftlich evaluiert – eine Auswertungstagung: ein Montag, 9.00-17.00
Landart und Schöpfung: ein Dienstagmorgen, 9.00-12.00 Uhr, und ein Dienstagnachmittag, 13.30-17.00

Und nun die Frage: Wie sollen Junge und Männer (die, ob man das gut findet oder nicht, häufiger berufstätig sind als Frauen) von einem solchen Kursangebot – dessen Besuch in manchen Bereichen, z.B. der Katechetik, Voraussetzung ist für ein kirchliches Engagement – profitieren? Müssen sich wirklich Berufstätige nach dem Angebot der Kirche richten? Das Gegenteil wäre richtig.

Die Kirche sollte ihr gemeindliches Ausbildungskonzept dringend überdenken. Und dies möglichst zügig: Mit der (nicht erst seit heute) zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen bricht nämlich immer mehr auch die ehedem zuverlässige Basis kirchlichen Engagements weg. Dann ist die Kirche nicht mehr überaltert und “verweiblicht”, sondern überaltert und möglicherweise um einige seriös ausgebildete “Niedrigpensige” und Freiwillige ärmer.

(K)ein Leserbrief im “Zürcher Oberländer”

By , 22/05/2011 17:47

Noch am Tag der Synodalwahl habe ich einen Leserbrief an den “Zürcher Oberländer” gesandt. Ich hätte mich gefreut, wenn er abgedruckt worden wäre – wurde er aber nicht. Vielleicht war er zu positiv formuliert? Den Grund werde ich vermutlich nie erfahren; zumindest habe ich auf meine beiden Nachfragen hin keine Antwort bekommen.

Nun denn – hier ist der Text, den ich am 15.5.2011 abgeschickt habe:

“Trotz grosser Bemühungen von meiner Seite hat es am vergangenen Sonntag nicht gereicht für meine Wahl in die reformierte Kirchensynode. Das ist enorm schade – ich kann damit aber gut leben. Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, den Gewählten zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Mögen Sie den Bezirk in der Synode mit Freude und Weisheit vertreten! Zugleich möchte ich meinen Unterstützerinnen und Unterstützern für das Vertrauen danken, das sie in mich gesetzt haben. Die vielen positiven Rückmeldungen vor und direkt nach der Abstimmung bestärken mich darin, mich auch in Zukunft für eine reformierte Kirche einzusetzen, welche die Gemeindeautonomie stärkt und der jüngeren Generation eine Stimme gibt.”

Übrigens: Der ZO hat durchaus Leserbriefe zum Thema abgedruckt. Die Briefe zweier Konkurrenten, die sich über den Wahlkampf echauffierten (und dabei gleich die Chance nutzten, für sich zu werben), erschienen noch wenige Tage vor dem Wahltag. Ein Schelm, wer hier von Gratis-Wahlwerbung spricht…

Reto Studer in die ref. Kirchensynode? Leider nein.

By , 15/05/2011 18:45

Trotz grosser Bemühungen von meiner Seite hat es am Wahlsonntag vom 15.5.2011 nicht gereicht für meine Wahl in die reformierte Kirchensynode. Das ist enorm schade – ich kann damit aber gut leben. Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, den Gewählten zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Zugleich möchte ich meinen Unterstützerinnen und Unterstützern für das Vertrauen danken, das sie in mich gesetzt haben.

Die vielen positiven Rückmeldungen vor und nach der Abstimmung bestärken mich darin, mich auch in Zukunft für eine reformierte Kirche einzusetzen, welche die Gemeindeautonomie stärkt und (endlich!) den Sprung über die Generationengrenze schafft. Für eine Kirche auch, die den Ideen-Wettbewerb und den öffentlichen Wahlkampf, das öffentliche Auftreten nicht scheut; die Insiderkirche, die sich selbst genug ist, hat zurecht keine Zukunft. Dies werde ich auch weiterhin vertreten – vorerst weiterhin auf Gemeindeebene.

Reto Studer in die ref. Kirchensynode!

By , 23/03/2011 20:37

Liebe Freunde und Bekannte
Liebe Reformierte im Bezirk Hinwil

Als Mitglied der ref. Kirchenpflege in Bubikon habe ich das Privileg, das kirchliche Leben auf Gemeindeebene mitgestalten zu dürfen. Die Gesetze hierfür werden in der Synode erlassen, dem Parlament der Zürcher Landeskirche. Da es mir ein Anliegen ist, dass die Interessen unserer Gemeinde und meiner Generation in die Gesetzgebung und die Strategie der Landeskirche einfliessen, kandidiere ich für die Synodalwahlen vom 15. Mai 2011.

Einen Slogan habe ich nicht – aber gute Gründe:

1. Die Generation der jungen Erwachsenen verdient eine Vertretung!
In der Synode sind die jungen Erwachsenen deutlich unterrepräsentiert. Das ist nicht die Schuld der Älteren: Es kann nur gewählt werden, wer kandidiert. Ich tue dies – weil ich mithelfen möchte, die Kirche verstärkt ins Bewusstsein meiner Generation zu bringen. Dies kann aber nur gelingen, wenn gleichzeitig die Hoffnungen, Bedürfnisse und Ansprüche dieser Generation in der Synode Gehör finden. Als Theologiestudent und junger Kirchenpfleger, der immer auch ausserhalb der Kirche gearbeitet hat, sehe ich mich als Vermittler zwischen diesen beiden Seiten.

2. Die Kirchgemeinde Bubikon muss in der Synode vertreten bleiben!
Die beiden Bubiker Synodalen werden nicht wieder kandidieren. Von 2 auf 0 – das wäre bedauerlich, zumal die Kirchgemeinde Bubikon stetig wächst und in einigen Bereichen echte Pionierarbeit leistet. Deshalb finde ich, dass unsere Erfahrungen und Interessen auch künftig in der Synode vertreten sein sollen.

3. Die Kirche gehört ins Dorf!
Die landeskirchliche Verwaltung übernimmt für die Kirchgemeinden unverzichtbare Aufgaben. Als Kirchenpfleger beobachte ich aber, dass die Zentrale in Zürich immer stärker vorgibt, wie unsere Arbeit auszusehen hat. Das ist nicht meine Vorstellung von reformierter Kirche. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Kirchgemeinden möglichst selbständig bleiben und die Zentrale sich in erster Linie auf ihre Unterstützungsfunktion beschränkt. Kirche findet im Ort statt.

Ich freue mich, wenn Sie meine Kandidatur unterstützen. Sie können dies tun, indem Sie meine Kandidatur bei Ihren Freunden und Bekannten bekanntmachen. Wahlberechtigt sind alle Reformierten mit Wohnsitz im Bezirk Hinwil ab 16 Jahre.

Wegen der Verkleinerung der Synode reduziert sich auch die Zahl der Sitze, welche in unserem Bezirk zu vergeben sind. So kämpfen 12 Personen um 9 Sitze. Es sind also knappe Resultate zu erwarten. Mehr als sonst zählt deshalb jede einzelne Stimme.

Ich danke Ihnen für Ihr Wohlwollen.

Reto Studer

Seite 8 von 8« Neueste...2345678

Panorama Theme by Themocracy