Gut und artig

By , 26/06/2013 15:11

A propos “gut und artig”: Die Welt ist nicht verloren. Mein erstes Handy, ein wunderbar unelegantes Nokia 3210, damals, im Dezember 1999, kurz vor der RS angeschafft? Ein paar Jahre später im Bus liegen lassen – nie zurückbekommen. Mein erstes richtig eigenes Laptop? Zu Beginn des Theologiestudiums, blöderweise voller nirgendwo sonst gesicherter Notizen für ein mir gerade bevorstehendes Referat, im Tram liegen lassen – ebenfalls für immer verschollen. Sicher: dumm von mir, beides, der ich schusselig bin, und, ebenso beides, enttäuschend von den Mitmenschen, welche die Funde hätten in den dafür vorgesehenen Büros hinterlegen können und, finde ich, sollen.

Ich muss gestehen, ich habe mich nicht geändert: In den letzten zwölf Monaten habe ich meinen guten alten “Chuck” im Bubiker Bus vergessen, am Schul-Skitag in Flumserberg meinen Schlüsselbund verhühnert und darüberhinaus, gerade erst letzte Woche, meinen Memory Stick irgendwo in Bubikon liegen lassen. Nur: Alle diese Dinge wurden ab- und mir zurückgegeben.

Liegt das am ländlichen Umfeld? Oder haben sich die Zeiten, zum Guten, geändert? Ich weiss es nicht. Es ist aber schon rührend, welche Reise mein kleiner Memory Stick, so ganz ohne Schutz meiner Hosentasche, hinter sich hat – quer durch drei schöne Kone dieses Kantons: in Bubi- verloren, in Hombrechti- vom lieben ehrlichen Finder abgeschickt, und zwar nach Zolli-, zu meiner ehemaligen Praktikumsleiterin (der Finder hatte ihre Adresse in einem abgelegten Gottesdienstplan entdeckt) – und von dort zurück nach Bubi-.

Wie gesagt: Die Welt ist nicht verloren – oder, etwas kleiner: Es gibt noch gute und artige Menschen. Muss auch einmal gesagt sein.

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