In eigener Sache: Theo Fünfziger

By , 21/03/2012 21:27

Dies ist der fünfzigste Beitrag in diesem Blog. Vor fast genau einem Jahr wurde es zu Wahlkampfzwecken eingerichtet, zwei Monate später habe ich es für andere kirchliche und theologische Themen “geöffnet” – wobei ich diese Prädikate sehr flexibel auslege und auch dem (mehr oder weniger) gepflegten Nonsense Raum lasse. Ich hoffe, dass es mir bis anhin gelungen ist, dabei die Balance zu halten und das Ernste nicht ganz in den Hintergrund zu drängen. Immerhin bin ich ja reformiert, nicht?

Mittlerweile ist dieses Blog zu meinem zeitaufwendigsten Hobby geworden. Klar: Es gibt Schnellschüsse, die schneller geschrieben als gedacht sind und bei denen höchstens die Suche nach dem richtigen Titel einige Zeit in Anspruch nimmt. [1] Es gibt aber auch Texte, die, aus welchen Gründen auch immer – Nachlesen, Nachhören, theologische Unsicherheit –, ziemlich aufwendig zu schreiben sind. Vier bis fünf Stunden liegen da durchaus drin. Dafür kann ich dann auch wirklich zu dem stehen, was ich online stelle (auch dann, wenn es, wie in einzelnen Fällen geschehen, hinter den Kulissen kurzzeitig etwas unangenehm wird). [2]

Nach dem Fünfziger ist vor dem Hunderter: Ich mache natürlich weiter. Vielleicht suche ich demnächst endlich einmal ein schöneres Design – grundsätzlich wird aber alles beim Alten bleiben. Bis auf die Texte, die, so hoffe ich, wie bisher, hoffe ich ebenfalls, gelegentlich den einen oder anderen neuen Gedanken, die eine oder andere frische Perspektive enthalten. Oder zumindest altbekannte Vorstellungen in eigener Sprache wiedergeben.

Ich danke Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr Interesse und für Ihre Kommentare, hier im Blog, auf Facebook oder per E-Mail. Die Zugriffsstatistiken belegen, dass die Besucherzahlen nach oben gehen – die Rückmeldungen aber zeigen, dass meine Texte durchdacht und hinterfragt werden. Das ist der schönste Lohn. Und über den schönen Silvestergruss eines ansonsten stillen Lesers habe ich mich auch sehr gefreut.

[1] Die Suche nach der richtigen Überschrift ist sowieso eine Geschichte für sich! So ist es schon vorgekommen, dass ein Beitrag fixfertig geschrieben war und ich ihn noch einen oder zwei Tage unveröffentlicht liess, weil mir die zündende Idee für den Titel oder den Facebook-Teaser fehlte. Und manchmal fehlt sie bis heute – dann muss meine Fussball-Leidenschaft herhalten.
[2] Der aufwendigste Beitrag, der zugleich am meisten Staub aufgewirbelt hat, war übrigens einer, der nie erschien. Aber das ist ein anderes Thema.

One Response to “In eigener Sache: Theo Fünfziger”

  1. Hans Hänni says:

    Lieber Reto

    Ich danke dir ganz herzlich für deinen Blog! Ich finde ihn sehr wertvoll, besonders natürlich was seinen Inhalt betrifft, aber auch wegen der gepflegten Sprache, die sich wohltuend abhebt vom flüchtigen und oft fast unverständlichen Gekritzel in anderen solchen Medien (Foren etc.). Man merkt übrigens sehr gut, dass meist viel Arbeit dahinter steckt. Ich lese darum den Blog regelmässig und freue mich über jede neue Ausgabe.

    Herzliche Grüsse

    Hans Hänni

    Hans

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